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Órtgróschen bis Ortscheit (Bd. 3, Sp. 623)
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Artikelverweis Der Órtgróschen, des -s, plur. ut nom. sing. ein in einigen Gegenden üblicher Nahme einer Münze, welche der vierte Theil eines Groschens, oder ein Dreyer ist. Im Meklenburgischen hat man Ortgroschen, welche der vierte Theil eines großen Groschens sind, und 41/2 Pfennig gelten. S. Adelung Ort 1. 2).
 
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Der Orthäuer, des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, ein Bergmann, welcher vor Ort arbeitet, d. i. dessen Beschäftigung es ist, das Erz in den Gruben mit Schlägel und Eisen zu gewinnen; zum Unterschiede von denjenigen Bergleuten, welche andere Arbeiten verrichten. S. Adelung Ort 3.
 
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Das Orthaus, des -es, plur. die -häuser, eine nur im Niedersächsischen übliche Benennung eines Eckhauses; von Ort, Ecke, S. Adelung Ort 2.
 
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Órthodóx, S. Adelung Rechtgläubig.
 
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Die Órthographīe, S. Adelung Rechtschreibung.
 
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Örtlich, adj. et adv. welches von einigen Neuern eingeführet worden, das Latein. localis auszudrucken. 1) Einen Ort habend, einnehmend. Die Engel sind nicht ganz ohne oder außer allem Orte, ob sie gleich keinen Ort einnehmen und ausfüllen; sie haben also eine örtliche aber keine räumliche Gegenwart, welche letztere das Daseyn anderer Körper ausschließt. Gott ist keiner örtlichen Gegenwart und Einschränkung fähig. 2) Einem besondern Orte gemäß, in demselben gegründet; nach dem Franz. local. Die örtliche Schönheit, welche nur in einem Lande, in einem Orte bewundert, in andern aber verachtet wird. In welcher Bedeutung es doch um der Zweydeutigkeit willen am wenigsten anzurathen ist.
 
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Der Ortolān, des -es, plur. die -e, aus dem Ital. Ortolano, der Wälsche Nahme einer in der Lombardey befindlichen sehr lockern Art Ammern oder Ämmerlinge, welche im Deutschen Fettammern genannt werden; Emberiza Hortulanus L. Siehe Fettammer.
 
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Der Ortpäuschel, des -s, plur. ut nom. sing. bey den Bergleuten, ein eiserner schwerer Fäustel, das gröbere und festere Gestein damit vor Ort zu gewinnen, S. Adelung Ort 3. und Päuschel.
 
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Der Ortpfahl, des -es, plur. die -pfähle, bey den Markscheidern, ein Pfahl, womit ein in der Grube befindlicher Ort auf der Oberfläche der Erde bezeichnet wird; der Ortpflock, wenn es nur ein Pflock ist.
 
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Die Ortschaft, plur. die -en, ein von Menschen bewohnter Ort, ohne zu bestimmen, ob es ein Weiler, Dorf, Flecken oder Stadt ist. Am häufigsten pflegt man Dörfer, Weiler und einzelne benannte Gebäude mit diesem allgemeinen Nahmen zu belegen.
 
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Das Ortscheit, des -es, plur. die -e, dasjenige bewegliche Stück Holz, woran ein Pferd mit den Strängen vor einem Wagen gespannet wird; von Ort, das Ende, weil sich an jedem Ende der Wage eines befindet. In Niedersachsen heißt es der Schwängel, im Österreich das Drittel, der Vorschlag, im Hohenlohischen das Wagscheit, in der Wetterau das Stillscheit. S. Adelung Ort 3.

 

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