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Orgelbau bis Orientīren (Bd. 3, Sp. 615 bis 616)
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Artikelverweis Der Orgelbau, des -es, plur. car. der Bau einer Orgel; ingleichen die Kunst, eine Orgel zu bauen. Den Orgelbau verstehen.
 
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Der Orgelbauer, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher die Kunst verstehet, Orgeln zu bauen, und wirklich daraus sein Hauptgeschäft macht; im mittlern Lat. Organarius.
 
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Das Orgelgeschütz, des -es, plur. die -e, eine Art Geschütz, wo auf Einem Gestelle viele Läufe neben und über einander liegen; wegen der Ähnlichkeit mit den Pfeifen einer Orgel.
 
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Orgeln, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches nur in der niedrigen Sprechart üblich ist, die Orgel spielen, oder auf der Orgel spielen.
 
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Die Orgelpfeife, plur. die -n, eine Pfeife in der Orgel oder aus der Orgel.
 
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Der Orgeltrêter, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher die Blasebälge an der Orgel tritt; der Balgentreter, und mit einem Lateinischen Ausdrucke der Calcant.
 
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Das Orgelwêrk, des -es, plur. die -e, das Innere einer Orgel, die zusammen gesetzten Theile, deren Ganzes die Orgel ausmacht, und die Orgel selbst.
 
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Der Orgelwolf, des -es, plur. die -wölfe, bey den Orgelbauern ein Fehler an der Orgel, wenn zwey überein stimmende Pfeifen zugleich gerühret werden, und zwischen sich einen dritten Dissonanz-Ton hören lassen.
 
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Der Ōriênt, (dreysylbig,) des -es, plur. car. aus dem Latein. Oriens, die Gegend zu bezeichnen, in welcher die Sonne aufgehet, Morgen, Osten; in welcher Bedeutung es doch wenig mehr gebraucht wird. Am häufigsten bezeichnet es den Europa gegen Morgen gelegenen Welttheil, dessen westlicher oder näher gegen Europa gelegener Theil unter dem Nahmen der Levante bekannt ist; die Morgenländer.

[Bd. 3, Sp. 616]



 
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Orientālisch, adj. et adv. aus dem Latein. orientalis, aus dem Oriente herkommend, in demselben gegründet; morgenländisch. Orientalische Edelsteine. Die orientalische Compagnie in Wien, welche nach der Türkey handelt. Die orientalischen Sprachen, in engerer Bedeutung, S. Adelung Morgenländisch.
 
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Orientīren, verb. reg. act. aus dem Franz. orienter, ein nur in der Seefahrt und Erdmeßkunst übliches Wort. Einen Riß orientiren, dessen Theile in die gehörigen Weltgegenden bringen. Figürlich, einen deutlichen Begriff von einer Sache beybringen. Sich orientiren, sich die Lage, Beschaffenheit einer Sache deutlich machen.

 

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