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Olīve bis Ōper (Bd. 3, Sp. 604 bis 605)
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Artikelverweis Die Olīve, plur. die -n, die länglich runde gelbgrüne Frucht des Öhlbaumes, aus welcher, wenn sie reif ist, das Baumöhl gepresset wird. Der Nahme ist aus dem Lat. Oliva, und man könnte ihn gar wohl entbehren, da wir den Deutschen Öhlbeere haben, obgleich derselbe von dem ausländischen noch immer verdrängt wird. Aber völlig unverzeihlich ist es, wenn manche Schriftsteller, besonders ungeschickte Übersetzer, für Öhlbaum noch immer Olivenbaum, und für Baumöhl immer Olivenöhl setzen.
 
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Die Olīvenfarbe, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, die lichte, bräunlich grüne Farbe der Oliven oder Öhlbeeren, welche aus einem lichten Zeisiggrün und einem etwas röthlichen Braun vermischt ist; das Olivengrün. Daher olivenfarben, olivenfarbig oder olivengrün, diese Farbe habend. Ein olivenfarbenes oder olivengrünes Tuch.
 
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Der Olīvenstein, des -es, plur. die -e, bey den Mineralogen, kleine länglich runde Steine, welche die Gestalt der Oliven haben, aber mehr ein Naturspiel, als eine wahre Versteinerung sind.
 
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Das lsenich, des -s, plur. inus. eine Pflanze, welche eine Art der Silge ist, und in Thüringen und Frankreich wild wächset; Selinum sylvestre L. im gemeinen Leben Alsenach, Olsenach, Ölsenitz, Ölnich, im barbarischen Lat. Olsenichium, bey den ältern Kräuterkennern Thysselinum. Die letzte Hälfte scheinet aus Selinum verderbt zu seyn. Die erste Hälfte stammet vermuthlich von Öhl, ein dicklicher Saft her, weil diese Pflanze einen häufigen milchähnlichen Saft enthält.

[Bd. 3, Sp. 605]



 
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Der Olýmp, des -es, plur. inus. aus dem Griech. und Lat. Olympus, ein Gebirge in Thessalien, welches sich mit einigen Spitzen über die Wolken erhebt, und in der Mythologie der Griechen und Römer die Wohnung Jupiters und der obern Götter war, daher auch wohl christliche Dichter es noch von dem poetischen Himmel, und olympisch für himmlisch gebrauchen.
 
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Das Ōmat, S. Adelung Grummet.
 
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Die Ontologīe, S. Adelung Grundwissenschaft.
 
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Der Onvogel, S. Adelung Ohnvogel.
 
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Der Ōnyx, des -es, plur. die -e, aus dem Griech. und Lat. Onyx, Onychium, ein halb durchsichtiger glasartiger Halbedelstein, welcher zu den Achatarten gehöret, und eigentlich ein aus über einander laufenden Streifen von verschiedener Farbe bestehender Krystall-Achat ist. Der Sardonyr, Sardonychium, ist ein mit rothen Streifen vermischter Onyx. In der Deutschen Bibel kommen die ungebräuchlichern Nahmen Onich und Onichstein vor.
 
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Der Opāl, des -es, plur. die -e, aus dem Griech. und Lat. Opalus, ein milchfarbiger, thonartiger, mehr als halb durchsichtiger Stein, welcher nach dem Schleifen, bey verschiedener Wendung, mit verschiedener Farbe spielet, und unter die Halbedelsteine gerechnet wird. Bey den Alten hieß er wegen dieser verschiedenen Farben Iris; Plinius nennet ihn Paederos.
 
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Die Ōper, plur. die -n, die mit Musik begleitete Vorstellung einer wunderbaren Handlung, das musikalische Drama, welches, weil es gesungen wird, auch im Deutschen das Singespiel heißt. Der Nahme ist so wie die Erfindung selbst Italiänisch, indem man im 16ten Jahrhunderte in Italien anfing, das damahls übliche Extemporiren den mittelmäßigen Schauspielern zu erleichtern, die Rollen mit Musik zu begleiten. Die ernsthafte Oper, Ital. Opera seria, wenn eine ernsthafte wunderbare Handlung vorgestellet wird, welche sich wieder in die Götter-Oper und Helden-Oper theilet; zum Unterschiede von der komischen Oper, Ital. Opera buffa, wenn es die Vorstellung einer lustigen Handlung ist. Daher die Operêtte, plur. die -n, Ital. Operetta, ein kurzes Singespiel dieser Art, das Opern-Haus, worin Opern gespielet werden, der Opern-Sänger, oder Operíst, die Opern-Sängerinn, oder Operístinn, die Schauspieler in der Oper, der Opern-Dichter u. s. f.

 

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