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Öhse bis Olīve (Bd. 3, Sp. 603 bis 604)
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Artikelverweis Die Öhse, plur. die -n, S. das Öhr.
 
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Okeley, ein Fisch, S. Adelung Ukeley.
 
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Der Ökelnahme, S. Adelung Ekelnahme.

[Bd. 3, Sp. 604]



 
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Der Ökonōm, des -en, plur. die -en, aus dem Griech. und Lat. Oeconomus, eine jede Person männlichen Geschlechtes von Seiten der Hauswirthschaft betrachtet, d. i. so fern sie sich beschäftiget zeitliches Vermögen zu erwerben und das Erworbene zu erhalten und zu vermehren; der Haushälter. In engerer Bedeutung ist der Ökonom derjenige, welcher sich mit der Feld- und Landwirthschaft beschäftiget; der Landwirth.
 
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Die Ökonomīe, plur. inus. aus dem Griech. und Lat. Oeconomia, der ganze Umfang von Beschäftigungen, wodurch man zeitliches Vermögen zu erwerben und das Erworbene zu erhalten und zu vermehren sucht; die Haushaltung, die Wirthschaft. In engerer Bedeutung, die Kunst zeitliches Vermögen zu erwerben und das Erworbene zu erhalten und zu vermehren; die Haushaltungskunst, die Wirthschaftskunst. Da die weisliche und verhältnißmäßige Einrichtung der Ausgaben und Einnahmen eines der vornehmsten Stücke dieser Kunst ist, so wird oft auch figürlich die ganze Einrichtung der Endzwecke und Mittel die Ökonomie genannt. So ist die Ökonomie des Ganzen in der Mahlerey die Anordnung eines Gemähldes in Ansehung seiner Theile, die Ökonomie der Natur, die verhältnißmäßige Vertheilung der Zwecke und Mittel. In noch engerer Bedeutung, die Landwirthschaft.
 
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Ökonōmisch, -er, -te, adj. et adv. aus dem Griech. und Lat. oeconomicus. 1) Zur Ökonomie gehörig, in derselben gegründet; ohne Comparation. 2) Einem klugen Ökonomen oder Haushalter gemäß, d. i. mit weiser und verhältnißmäßiger Vertheilung der Zwecke und Mittel; haushältig.
 
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Das Öl, S. Adelung Öhl.
 
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Der Oleánder, des -s, plur. ut nom. sing. ein Baum, welcher hellrothe den Rosen ähnliche Blüthen trägt, daher er auch Rosenbaum und Lorberrose genannt wird; Nerium Oleander L. Er ist in Ostindien einheimisch, und wird bey uns nur in den Gewächshäusern gefunden.
 
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Der Oleáster, des -s, plur. ut nom. sing. bey einigen ein Nahme des wilden oder Böhmischen Öhlbaumes; Elaeagnus L. S. Adelung Öhlbaum.
 
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Ölen, der Öler, bey den Kammmachern, S. Adelung Ilen.
 
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Die Olīve, plur. die -n, die länglich runde gelbgrüne Frucht des Öhlbaumes, aus welcher, wenn sie reif ist, das Baumöhl gepresset wird. Der Nahme ist aus dem Lat. Oliva, und man könnte ihn gar wohl entbehren, da wir den Deutschen Öhlbeere haben, obgleich derselbe von dem ausländischen noch immer verdrängt wird. Aber völlig unverzeihlich ist es, wenn manche Schriftsteller, besonders ungeschickte Übersetzer, für Öhlbaum noch immer Olivenbaum, und für Baumöhl immer Olivenöhl setzen.

 

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