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Ohnermangeln bis Ohnschwanz (Bd. 3, Sp. 597)
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Artikelverweis  Ohnermangeln, S. Adelung Ohne Anm. 2.
 
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Ohnfêrn, S. Adelung Unfern.
 
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Ohngeachtet, S. Adelung Ungeachtet.
 
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Ohngefähr, S. Adelung Ungefähr.
 
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Der Ohngötter, des -s, plur. ut nom. sing. ein von einigen Neuern gewagtes Wort, das Griech. αθεος auszudrucken, wofür doch Gottesläugner richtiger und üblicher ist. Die Hochdeutschen haben das ohn in den Zusammensetzungen veralten lassen, und dafür das un behalten. Nach dieser Analogie müßte das Wort, wenn es auch keinen andern Tadel hätte, Ungötter heißen. Siehe Ohne. Anm. 2.
 
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Ohnlängst, S. Adelung Unlängst.
 
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Die Ohnmacht, plur. die -en. 1) Mangel der Macht, d. i. der Kraft, die Schwäche, Schwachheit; ohne Plural. Die Ohnmacht eines Staates, dessen geringe Macht. Die Ohnmacht des Menschen zu guten Handlungen. Die Ohnmacht der Götzen. 2) In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, derjenige Zustand des menschlichen Körpers, da derselbe auf einige Zeit alle Kräfte und alles Bewußtseyn verlieret, und wie todt dahin sinket. In Ohnmacht fallen, liegen. Es trat ihn eine Ohnmacht an. Die Ohnmacht dauerte fünf Minuten. Den Ohnmachten ausgesetzt seyn, öftere Ohnmachten bekommen.
   Anm. In der ersten weitern Bedeutung lautet es schon von des Kero Zeiten an im Oberdeutschen Vnmaht, und im Plural Vnmahti, wo es auch von jeder Schwachheit und Krankheit so wohl des Leibes als des Geistes und Gemüthes gebraucht wird. Im Nieders. und einigen gemeinen Oberdeutschen Mundarten auch Amacht.
   Ein stein der traff den jeger das
   Er vor Amacht darnieder saß,
   Theuerd. Kap. 37. Es ist aus un und Macht zusammen gesetzet, welches un in der neuern Oberdeutschen Mundart in ohn übergegangen ist. Es ist noch das einzige Wort, in welchem ohn für un im Hochdeutschen von allgemeinem Gebrauche ist, ob es gleich rathsamer wäre, dieses Wort nach dem Vorgange der Alten und der Analogie aller übrigen Wörter Unmacht und unmächtig zu schreiben und zu sprechen. S. Adelung Ohne Anm. 2. Der Plural Ohnmachten ist der alte Oberdeutsche Plural von Macht, der daselbst noch die Machten lautet, wofür das einfache Wort im Hochdeutschen Mächte hat. In der zweyten engern Bedeutung lautet es im Isländischen Omeign, und im Nieders. gleichfalls Anemacht, Unmacht und Amacht, indessen ist dafür im Niedersächsischen auch Swögniß, Beswögniß, Beswugtje, Sweimnisse, Beswimung und Flaute üblich, da man denn auch die Zeitwörter beswögen, verflauen, sweimen, beswimen, beswugten, swugten u. s. f. für in Ohnmacht fallen, hat. Im Oberdeutschen sagt man für Ohnmacht auch die Unkräften.
 
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Ohnmächtig, -er, -ste, adj. et adv. 1) In der ersten Bedeutung des Hauptwortes, ohne Macht, ohne Kräfte, kraftlos, und darin gegründet. Ein ohnmächtiger Götze, Bar. 6, 58. Ich bin ohnmächtig, Ps. 77, 5. Ein ohnmächtiger Staat, ein ohnmächtiges Reich. Ein ohnmächtiger Feind. 2) In der zweyten und engern Bedeutung des Hauptwortes, Kräfte und Bewußtseyn verlierend. Ohnmächtig werden, in Ohnmacht fallen. Ohnmächtig seyn, in Ohnmacht liegen.
   Anm. Bey dem Kero, der es für schwach, krank, gebraucht, unmahtig, bey dem Notker, für kraftlos, unmahtig und amachtig.
   So erfluiget einen valken ein unmehtig hun,
   Reinmar der Alte. In der zweyten Bedeutung lautet es im Dän. afmägtig, im Theuerd. anmechtig, im Nieders. amächtig, anmächtig
 
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Ohnmaßgêblich, S. Adelung Unmaßgeblich.
 
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Ohnschattig, adj. et adv. ein in der mathematischen Erdbeschreibung von einigen Neuern vorgeschlagenes Wort, das Griech. ασκιος auszudrucken. Ohnschattige Völker, welche an einem gewissen Tage im Jahre keinen Schatten haben, weil die Sonne alsdann senkrecht über ihnen stehet. Besser unschattige, weil das ohne in der Zusammensetzung in diese Partikel übergehet. S. Adelung Ohne Anm. 2 und Un.
 
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Der Ohnschwanz, des -es, plur. die -schwänze, bey einigen ein Nahme des Straußbastardes oder grauen Casuars mit dem Straußschnabel; Struthio Nothus Klein. weil er fast gar keinen Schwanz hat.

 

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