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Öhlkūchen bis Öhlsame (Bd. 3, Sp. 593 bis 594)
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Artikelverweis Der Öhlkūchen, des -s, plur. ut nom. sing. 1) Ein mit Öhl, oder in Öhl gebackener Kuchen; in welchem Verstande dieses Wort auch einige Mahl in der Deutschen Bibel vorkommt. 2) Auch die in Gestalt großer Kuchen überbleibenden Triestern von den aus manchen Samen und Früchten gepreßten Öhlen werden Öhlkuchen genannt. Leinkuchen, Hanfkuchen, Rübsenkuchen u. s. f. solche von dem Leinsamen, Hanfe und Rübsen überbleibende Kuchen, nachdem das Öhl daraus gestampfet worden.
 
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Die Öhllampe, plur. die -n, eine Lampe, in welcher das brennende Docht mit Öhl unterhalten wird, und welche auch nur die Lampe schlechthin heißt.
 
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Die Öhllese, plur. die -n, die Lese, d. i. Einsammlung der Öhlbeeren oder Oliven.
 
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Die Öhlmalerey, plur. die -en. 1) Das Mahlen mit Öhlfarben, und die Art und Weise mit Öhlfarben zu mahlen; ohne Plural, und im Gegensatze der Wassermahlerey. 2) Mit Öhl gemahlte Gemählde.
 
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Der Öhlmann, des -es, plur. die -männer, im gemeinen Leben, so wohl ein Mann, welcher mit Öhl handelt, als auch, welcher Öhl verfertiget, besonders der Öhlmüller.
 
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Die Öhlmühle, plur. die -n, eine Stampfmühle, in welcher aus verschiedenen Arten von Sämereyen Öhl gestampfet, oder, wie man sagt, geschlagen wird. Auch derjenige Gang einer Mühle, welcher zu dieser Arbeit eingerichtet ist, wird die Öhlmühle genannt.
 
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Der Öhlmüller, des -s, plur. ut nom. sing. der Vorgesetzte oder Eigenthümer einer Öhlmühle; dessen Gattin die Öhlmüllerinn. S. Adelung Öhlschläger.
 
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Die Öhlprèsse, plur. die -n, eine Presse, Öhl aus Früchten, Sämereyen u. s. f. zu pressen.
 
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Der Öhlrêttig, des -es, plur. die -e, eine Art Rettige mit ganz kleinen Wurzeln, aber mit vielen Schoten und Ästen, aus

[Bd. 3, Sp. 594]


dessen häufigen Samen ein nutzbares Öhl gepresset werden kann; Raphanus Chinensis annuus oleiferus L. Er ist in China einheimisch, und ist erst in den neuern Zeiten von Herrn Eckeberg nach Schweden gebracht worden, wo er mit Nutzen gebauet wird. Bey einigen Schriftstellern wird er Chinesischer Öhlsamen genannt.
 
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Das Öhlröschen, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden ein Nahme der Christwurz oder schwarzen Niesewurz; Helleborus niger L.
 
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Der Öhlsame, des -n, plur. die -n, S. Adelung Öhlrettig.

 

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