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Ochsenziemer bis -Od (Bd. 3, Sp. 577 bis 578)
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Artikelverweis Der Ochsenziemer, des -s, plur. ut nom. sing. das getrocknete männliche Glied eines Ochsen, welches die Gestalt einer langen dicken Sehne hat, und im gemeinen Leben statt einer Peitsche gebraucht wird. Niedrs. Ochsenpesel. S. Adelung Ziemer.
 
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Die Ochsenzunge, plur. die -n, eigentlich die Zunge eines Ochsen. Figürlich, eine Pflanze, deren längliche und rauche Blätter einige Ähnlichkeit mit der Zunge eines Ochsen haben; Anchusa L. Besonders die officinelle Art, welche auf den Rainen, Wegen und Äckern wächset; Anchusa officinalis, rothe Ochsenzunge, wegen der rothen Blumen, Hundezunge, Ackermannkraut, Liebäuglein, Augenzier. Die echte rothe Ochsenzunge, Anchusa tinctoria L. deren Wurzel roth färbet, wird auch Färberkraut genannt; Franz. Orcanetto. In einigen Gegenden wird auch der Steinsame oder die Steinhirse, Lithospermum arvense L. rothe Ochsenzunge genannt. Die kleine Ochsenzunge ist eine Pflanze eben dieser Classe, Lycopsis arvensis L. so wie die wilde Ochsenzunge, Echium vulgare L. welche auch Otterkopf genannt wird.
 
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Ochsig, -er, -ste, adj. et adv. nur in den niedern Sprecharten, einem Ochsen gemäß, d. i. im höchsten Grade plump, ungeschickt und grob.
 
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Das Ochshoft, S. Adelung Oxhoft.
 
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Ockeley, eine Art Weißfische, S. Adelung Ukeley.
 
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Octāv, ein aus dem Lat. octava forma entlehntes unabänderliches Hauptwort, die Größe eines in acht Blätter zusammen gelegten Bogens zu bezeichnen. Ein Buch in Octav, dessen Bogen drey Mahl gebrochen sind und also acht Blätter geben, zum Unterschiede von dem Folio, Quart, Duodez u. s. f. Ein Buch in Groß-Octav, in Klein-Octav. Das Octav-Blatt, ein solches Blatt; das Octav-Format, ein solches Format der Bücher; ein Octav-Band, ein Buch in Octav.
 
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Die Octāve, plur. die -n, aus dem Lat. Octava, in der Musik, der Zwischenraum zwischen zwey Tönen, wovon der eine noch Ein Mahl so stark ist als der andere, da denn nur jeder der beyden äußersten Töne die Octave des andern genannt wird. Dieser Zwischenraum heißt die Octave, weil er, die beyden äußersten Töne mit gerechnet, aus acht ganzen Tönen bestehet. Auch eine Reihe von acht auf einander folgenden Tönen führet den Nahmen der Octave. In den Orgeln ist die Octave ein Nahme verschiedener Register, wohin die große Octave, von acht Fuß Ton, die mittlere Octave oder Mittel-Octave, von vier Fuß, die kleine Octave, von zwey Fuß, und das Super-Octävlein, von einem Fuße, gehören.

[Bd. 3, Sp. 578]



 
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Der Octōber, des -s, plur. ut nom. sing. aus dem Latein. October, der zehnte Monath im Jahre, der bey den Römern der achte war, und 31 Tage hat. Carl der Große nannte ihn den Weinmonath, weil die Weinlese gemeiniglich in denselben fällt, welchen Nahmen er auch noch zuweilen führet, obgleich derselbe den Römischen nicht verdrängen können. Nach dem Raban Maurus aus dem achten Jahrhunderte bey dem Goldast lautete dieser von Carln dem Großen herrührende Nahme, Windumanoth, Windmonath, welche Leseart auch einige Handschriften des Eginhard haben, dagegen andere Windrumanoth und Weinmoneth lesen. Allein es ist sehr wahrscheinlich, daß die Nahmen der vier letzten Monathe bey allen Schriftstellern dieser Zeit verderbt sind. Siehe auch September.
 
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Oculiren, verb. reg. act. S. Adelung Äugeln.
 
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Der Oculist, des -en, plur. die -en, aus dem Lat. Oculus, ein Wundarzt, welcher sich vorzüglich der Heilung der Augenschäden befleißigt; der Augenarzt.
 
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-Od, in Kleinod, S. dieses Wort.

 

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