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Ochsen bis Ochsenhaut (Bd. 3, Sp. 575 bis 576)
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Artikelverweis  Ochsen, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches aber nur im gemeinen Leben einiger Gegenden für rindern üblich ist. Die Kuh ochset, wenn sie nach dem Zuchtochsen verlanget.
 
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Das Ochsenauge, des -s, plur. die -n, eigentlich, das Auge eines Ochsen. Figürlich. 1) In den Küchen einiger Gegenden

[Bd. 3, Sp. 576]


werden auf zerlassene Butter geschlagene und gebackene Eyer, so daß der Dotter ganz bleibt, Ochsenaugen genannt; Nieders. Ossenogen, Speigelkoken, Spiegelkuchen. 2) In der Baukunst ist das Ochsenauge ein rundes oder oval rundes Fenster in einem Dache. 3) In einigen Gegenden führet das große Gänsekraut, Chrysanthemum Leucanthemum L. wegen einiger Ähnlichkeit der Blumen, den Nahmen des Ochsenauges. 4) Auch eine Art Zaunkönige, S. Adelung Goldhähnchen.
 
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Der Ochsenbauer, des -s, plur. die -n, ein Bauer, welcher keine Pferde, sondern nur Ochsen hält, im Gegensatze des Pferdebauers.
 
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Das Óchsenbrêch, des -es, plur. inus. eine Pflanze, siehe Hauhechel.
 
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† Das Ochsenfieber, des -s, plur. inus. ein nur in den niedrigen Sprecharten im figürlichen Verstande übliches Wort. Das Ochsenfieber haben, sich grob und ungeschickt betragen.
 
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Das Ochsenfleisch, des -es, plur. car. das Fleisch von einem geschlachteten Ochsen, im Gegensatze des Kuhfleisches. Man begreift es am häufigsten mit unter dem Nahmen des Rindfleisches.
 
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Die Ochsengalle, plur. die -n, eigentlich die Galle von einem Ochsen; ohne Plural. Figürlich pflegt man die runden in der Mitte erhabenen grünen Gläser in den kleinen Laternen Ochsengallen zu nennen.
 
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Das Ochsengêld, des -es, plur. doch nur von mehrern Summen, die -er, dasjenige Geld, welches die Gemeinde eines Ortes, wenn sie keinen eigenen Zucht- oder Gemeindeochsen hat, dem Gerichtsherren für den Gebrauch seines Zuchtochsen bezahlet.
 
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Ochsenhaft, -er, -ste, adj. et adv. in den niedrigen Sprecharten, für grob, plump, ungeschickt und dumm S. Adelung Ochs 2.
 
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Der Ochsenhändler, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher mit Ochsen handelt, besonders der, welcher fremde Schlachtochsen zum Verkaufe herum treibet.
 
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Die Ochsenhaut, plur. die -häute, die Haut von einem geschlachteten oder gefallenen Ochsen; die Rindshaut.

 

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