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Ob-Stand bis Ōbsthändler (Bd. 3, Sp. 573)
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Artikelverweis Der Ob-Stand, des -es, plur. car. der Widerstand, von der alten Partikel ob, S. 1 Ob. Es kommt im Hochdeutschen nur selten vor. Glaubst du es nun bald, daß ich ihr festen Obstand gehalten habe? Less. Obschon noch nicht ausgemacht ist, daß diese Frau auch allen übrigen Arten Obstand halten würde, ebend.
 
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Die Ob-Statt, plur. car. ein gleichfalls nur zuweilen in der Bedeutung des vorigen, für Widerstand übliches Wort, wo es auch nur mit dem Zeitworte halten gebraucht wird. Jemanden die Obstatt halten, ihm Widerstand leisten. Frisch leitet es aus dem Lat. obstat her, wozu sich aber das weibliche Geschlecht dieses Wortes nicht schickt. Es ist vielmehr gleichfalls aus der alten Partikel ob und Statt zusammen gesetzet.
 
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Der Ōbstbäcker, des -s, plur. ut nom. sing. ein Bäcker, welcher sein vornehmstes Geschäft daraus macht, das Obst zu backen, d. i. im Ofen zu dörren.
 
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Der Ōbstbaum, des -es, plur. die -bäume, ein Baum, welcher Obst träget, dessen Same mit einer eßbaren fleischigen oder saftigen Bekleidung bedeckt ist.
 
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Der Ōbstbrếcher, des -s, plur. ut nom. sing. ein Werkzeug der Gärtner, in Gestalt eines mit Zähnen versehenen Tellers an einem langen Stiele, das Obst, und besonders die Äpfel und Birnen von den Bäumen zu brechen; der Apfelpflücker. Siehe Obsthamen.
 
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Die Ōbstdarre, plur. die -n, eine Darre, das Obst in derselben zu darren, d. i. durch die Hitze des Feuers zu trocknen.
 
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Der Ȫbster, des -s, plur. ut. nom. sing. Fämin. die Öbsterinn, im gemeinen Leben und der vertraulichen Sprechart. 1) Eine Person, welche das Obst im Garten die Nacht über bewacht. 2) Noch häufiger, eine Person, welche mit Obst handelt, ein Obsthändler, eine Obsthändlerinn; im Oberd. Öbser, in andern Gegenden Öbstler.
 
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Der Ōbstêssig, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, ein aus Obst oder Obstwein bereiteter Essig.
 
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Der Ōbstgarten, des -s, plur. die -gärten, ein Garten, in welchem vornehmlich Obst gebauet wird; zum Unterschiede von einem Kohl- oder Küchengarten, Blumengarten, Grasgarten u. s. f. Im Nieders. ein Apfelhof.
 
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Der Ōbsthamen, des -s, plur. ut nom. sing. ein Hamen an einer Stange, welcher oben herum mit stumpfen Zähnen besetzt ist, das Obst vermittelst desselben von den Bäumen abzubrechen. Er unterscheidet sich von dem Obstbrecher, welcher nur einen Teller hat, durch den Hamen, oder das beutelförmige Netz.
 
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Der Ōbsthändler, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Obsthändlerinn, eine Person, welche mit Obst handelt; der Obstkrämer, im gemeinen Leben der Obsthöke, die Obsthökinn, der Obstmann, die Obstfrau, der Öbster, Öbstler.

 

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