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Oberstimme bis Ōbervōgt (Bd. 3, Sp. 567)
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Artikelverweis Die Oberstimme, plur. inus. außer wenn sie von mehrern gesungen wird., die -n, in der Musik, die Discant-Stimme, der Discant; nach dem Ital. Soprano.
 
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Der Oberst-Lieutenant, des -s, plur. die -s, oder -e, ein vornehmer Officier bey den Kriegsvölkern, welcher unmittelbar auf den Obersten folget, und in seiner Abwesenheit dessen Stelle vertritt, daher er im Oberdeutschen ehedem auch der Unteroberste genannt wurde.
 
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Der Ōberstrích, des -es, plur. die -e, ein von einigen Sprachlehrern in Vorschlag gebrachtes Wort, den Apostrophus der Griechen und Lateiner zu übersetzen; im Gegensatze des Unterstriches, Striches oder Komma.
 
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Oberstrichterlich, S. Adelung Oberrichterlich.
 
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Die Oberstube, plur. die -n, die obere Stube eines Hauses, im Gegensatze der Unterstube.
 
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Der Oberstuhl, des -es, plur. die -stühle, von Stuhl, ein Haspel, in dem Salzwerke zu Halle, der obere oder höher stehende Haspel, im Gegensatze des untern oder Unterstuhles.
 
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Der Ōberstwáchmeister, des -s, plur. ut nom. sing. ein vornehmer Officier bey den Kriegsvölkern, welcher auf den Oberst-Lieutenant folget, und die oberste Aufsicht über die Wachen und Posten hat. Bey den Regimentern zu Fuße führet er den fremden Nahmen des Majors, dagegen der Deutsche sich noch bey der Reiterey erhalten hat.
 
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Das Obertheil, des -es, plur. die -e, der obere Theil eines Dinges, im Gegensatze des Untertheiles. Von dem Geschlechte dieses Wortes S. Adelung Theil.
 
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Der Oberuntergang, des -es, plur. die -gänge, in einigen, besonders Oberdeutschen Gegenden, der vornehmste Untergang oder Umgang, d. i. Besichtigung der Gränzen einer Flur, besonders der Stadtflur oder Stadtgränzen, der Oberumgang; dagegen die Besichtigung der der Stadt gehörigen Dorffluren der Unterumgang oder Unteruntergang genannt wird. S. Adelung Untergang.
 
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Das Oberverdêck, des -es, plur. die -e, das obere oder oberste Verdeck eines Schiffes, der Oberlauf; im Gegensatze des Unterverdeckes oder Unterlaufes.
 
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Der Ōbervōgt, des -es, plur. die -vögte, der oberste oder vornehmste Vogt unter mehrern, welchem andere Vögte untergeordnet sind; in einigen Oberdeutschen Gegenden der Oberfauth. S. Adelung Vogt. Daher die Obervogtey, Oberd. auch Oberfauthey,

[Bd. 3, Sp. 568]


das Amt, die Würde eines Obervogtes, ingleichen der ihm untergebene Bezirk.

 

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