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Obersichter bis Oberst-Lieutenant (Bd. 3, Sp. 566 bis 567)
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Artikelverweis Der Obersichter, des -s, plur. ut nom. sing. in großen Backhäusern Niedersachsens, der vornehmste unter den Sichtern, d. i. denjenigen Bäckerknechten, welche das Sichten, d. i. Sieben oder Beuteln des Mehles, verrichten; im Gegensatze des Untersichters.
 
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* Die Obersippschaft, plur. die -en, ein größten Theils veraltetes Wort, die Sippschaft, d. i. die Blutsfreunde, in aufsteigender

[Bd. 3, Sp. 567]


Linie zu bezeichnen; im Gegensatze der Untersippschaft, oder der Verwandten in absteigender Linie.
 
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Der Obersitz, des -es, plur. die -e. 1) Ein höherer Sitz, ein oberer Sitz; im Gegensatze des Untersitzes. 2) Figürlich, der vornehmste Sitz der Würde nach; die Oberstelle. Den Obersitz nehmen.
 
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Der Oberstaller, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Staller.
 
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Der Oberstallmeister, des -s, plur. ut nom. sing. ein vornehmer Hofbedienter, welcher die oberste Aufsicht über den Stall des Hofes hat, und welchem der Stallmeister untergeordnet ist.
 
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Der Oberstäuder, des -s, plur. ut nom. sing. S. Stäuder.
 
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Oberst, Oberste, S. Adelung Ober. In vielen Zusammensetzungen ist statt des Positivs oder der Superlativ oberst üblich. So sagt man zuweilen Obersthofmeister, Oberststallmeister, Oberstjägermeister, oberstrichterlich u. s. f. für Oberhofmeister, Oberstallmeister, Oberjägermeister, oberrichterlich; dagegen in Oberst-Lieutenant und Oberst-Wachmeister der Positiv nicht üblich ist.
 
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Der Obersteiger, des -s, plur. ut nom. sing. ein Bergbedienter, welcher die Aufsicht über die ihm untergeordneten Untersteiger hat. S. Adelung Steiger.
 
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Die Oberstêlle, plur. die -n, die oberste und vornehmste Stelle. Die Oberstelle haben, nehmen, bekommen.
 
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Die Oberstimme, plur. inus. außer wenn sie von mehrern gesungen wird., die -n, in der Musik, die Discant-Stimme, der Discant; nach dem Ital. Soprano.
 
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Der Oberst-Lieutenant, des -s, plur. die -s, oder -e, ein vornehmer Officier bey den Kriegsvölkern, welcher unmittelbar auf den Obersten folget, und in seiner Abwesenheit dessen Stelle vertritt, daher er im Oberdeutschen ehedem auch der Unteroberste genannt wurde.

 

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