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Oberschar bis Obersippschaft (Bd. 3, Sp. 566)
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Artikelverweis Die Oberschar, plur. die -en, im Bergbaue, der übrige ungemuthete Raum außer den drey Wehr- und Fundgruben, der rückständige Raum, welcher noch gemuthet werden kann. Es ist in Meißen auch außer dem Bergbaue üblich, und scheint überhaupt ein freyes von niemanden besessenes Stück Feldes zu bezeichnen. Die Oberschar mit dem Viehe behüthen. S. Adelung Schar.
 
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Der Oberschênk, des -en, plur. die -en, an den Höfen, der oberste oder vornehmste Schenk, S. dieses Wort.
 
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Der Oberschênkel, des -s, plur. ut nom. sing. der obere Theil des Schenkels an und um die Hüfte.
 
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Der Oberschieds-Guardein, des -es, plur. die -e, ein zum Oberhüttenamte gehöriger Bergbeamter, welcher die streitigen und verschiedenen Erzproben der Probierer und Hüttenschreiber entscheidet, und zuweilen noch den Vice-Schieds-Guardein unter sich hat.
 
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Das Oberschiffamt, des -es, plur. die -ämter, in einigen Gegenden, ein Ober-Collegium, welches die Schifffahrt eines Landes oder einer Provinz in seiner Aufsicht hat. Ein solches Oberschiffamt befindet sich zu Wien, welches die Schifffahrt auf der Donau besorget.
 
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Oberschlächtig, im Bergbaue richtiger Oberschlägig, adj. et adv. welches nur bey Wassermühlen und Wasserkünsten vorkommt. Ein oberschlächtiges Wasserrad, welches durch die Schwere des von oben auf das Rad fallenden Wasser umgetrieben wird; im Gegensatze eines unterschlächtigen, welches durch den Stoß des unten fließenden Wassers in Bewegung gesetzt wird. Eine oberschlächtige Mühle, welche ein solches Wasserrad hat. Ober stehet hier für über und im gemeinen Leben lautet das Wort oft wirklich und zwar richtiger überschlächtig.
 
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Der Oberschlämmer, des -s, plur. ut nom. sing. der erste und vornehmste Schlämmer bey einem Pochwerke. S. Adelung Schlämmer.
 
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Die Oberschwêlle, plur. die -n, die obere Schwelle, zum Unterschiede von der Unterschwelle, S. Adelung Schwelle.
 
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Das Obersègel, des -s, plur. ut nom. sing. an den Schiffen, das obere kleinere Segel, im Gegensatze des größern Untersegels. Gemeiniglich haben sie nach der Verschiedenheit der Mastbäume, an welchen sie sich befinden, besondere Rahmen.
 
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Der Obersichter, des -s, plur. ut nom. sing. in großen Backhäusern Niedersachsens, der vornehmste unter den Sichtern, d. i. denjenigen Bäckerknechten, welche das Sichten, d. i. Sieben oder Beuteln des Mehles, verrichten; im Gegensatze des Untersichters.
 
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* Die Obersippschaft, plur. die -en, ein größten Theils veraltetes Wort, die Sippschaft, d. i. die Blutsfreunde, in aufsteigender

[Bd. 3, Sp. 567]


Linie zu bezeichnen; im Gegensatze der Untersippschaft, oder der Verwandten in absteigender Linie.

 

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