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Ōber-Officier bis Oberrist (Bd. 3, Sp. 565)
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Artikelverweis Der Ōber-Officier, des -s, plur. ut nom. sing. ein Officier von höherm Range und Würde, zum Unterschiede von dem Unter-Officier. Bey den Kriegsheeren werden alle Officier von dem Fähndrich an, Ober-Officier genannt. Auf den Schiffen gehöret auch der Schiffer, und zuweilen auch der Steuermann, mit zu den Ober-Officieren.
 
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Der Oberpfarrer, des -s, plur. ut nom. sing. der oberste Pfarrer an einer Kirche unter mehrern; der Oberpriester.
 
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Der Ōber-Pikier, oder Ōber-Piqueur, des -s, plur. die -s, der oberste und erste Pikier bey der Par-Force-Jagd, welcher bey der Deutschen Jagd der Oberjäger genannt wird. In einigen Gegenden heißt er auch der Erz-Pikier.
 
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Der Oberpriester, des -s, plur. ut nom. sing. S Oberpfarrer.
 
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Der Oberrêchner, des -s, plur. ut nom. sing. in einigen Gegenden, der erste und vornehmste Rechner, d. i. Vorgesetzte einer Einnahme. So ist zu Rothweil der Oberrechner eine vornehme Rathsperson, welche das ist, was in andern Städten der Oberkämmerer genannt wird.
 
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Das Oberrêcht, des -es, plur. inus. 1) Das höchste und oberste Recht über eine Sache, so wohl die höchste Herrschaft, als auch das oberste Eigenthum; in welcher Bedeutung es doch selten vorkommt. 2) In Schlesien wurde ehedem auch das Fürstenrecht, nach welchem über die Schlesischen Fürsten erkannt wurde, und das Gericht, welches dieses Recht handhabete, das Oberrecht genannt.
 
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Der Oberrêntmeister, des -s, plur. ut nom. sing. der oberste und vornehmste Rentmeister unter mehrern.
 
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Der Oberrichter, des -s, plur. ut nom. sing. der obere oder höhere Richter, im Gegensatze des Unterrichters. Ingleichen der Richter in einem Obergerichte. In einigen Dörfern Chursachsens ist der Oberrichter auch ein Unterthan in eines andern Dorfe, worüber einem dritten die Obergerichte gehören, welcher denn die Vorladungen besorget, und überhaupt darauf Acht hat, daß nichts zum Nachtheil des Obergerichtes vorgenommen werde.
 
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Oberrichterlich, adj. et adv. dem obersten und höchsten Richter gehörig, in dessen Recht und Würde gegründet. Die oberrichterliche Gewalt. Wofür man auch wohl im Superlativ oberstrichterlich sagt.
 
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Die Oberrinde, plur. die -n, die obere oder oberste Rinde, im Gegensatze der Unterrinde; z. B. an dem Brote.
 
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Der Oberrist, des -es, plur. die -e, der obere Theil des untern Fußes, im Gegensatze der Ferse, der Zehen und der Fußsohle, welcher auch nur der Rist schlechthin genannt wird, S. dieses Wort. Er heißt auch der Vorderfuß, der Oberfuß, die Fußwurzel, Lat. Tarsus.

 

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