Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Oberhauptmann bis Oberhof (Bd. 3, Sp. 561 bis 562)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Der Oberhauptmann, des -es, plur. die -männer, zuweilen auch -leute, der oberste Hauptmann, der Würde nach; im Gegensatze des Unterhauptmannes.
 
Artikelverweis 
Das Oberhaus, des -es, plur. die -häuser. 1) Der obere oder oberste Theil des Hauses, im Gegensatze des Unterhauses. 2) In dem Parlamente in England ist das Oberhaus, die versammelten Pairs oder Peers der Nation, und der Ort, in welchem sie sich versammeln, im Gegensatze des Unterhauses oder Hauses der Gemeinen.
 
Artikelverweis 
Die Oberhaut, plur. die -häuter, Diminut. das Oberhäutchen, Oberd. Oberhäutlein, die oberste oder äußere Haut an den thierischen Körpern, zum Unterschiede von den darunter befindlichen oder innern Häuten. Weil diese Haut bey den Thieren narbig ist, so wird sie bey den Gärbern auch die Narbe genannt.
 
Artikelverweis 
Die Oberhêfen, sing. inus. diejenigen Hefen, welche das Bier im Gähren oben ausstößet, und welche auch die Spundhefen, die Gahre und der Gischt genannt werden; im Gegensatze der Bodenhefen, Unterhefen, oder Stellhefen, welche sich auf den Boden setzen.
 
Artikelverweis 
Der Oberheimbürge, des -n, plur. die -n, der oberste Heimbürge, im Gegensatze des Unterheimbürgen. S. Adelung Heimbürge.

[Bd. 3, Sp. 562]



 
Artikelverweis 
Das Oberhêmd, des -es, plur. die -en, im gemeinen Leben -er, ein feineres Hemd, welches über dem gewöhnlichen Hemde, oder Unterhemde, getragen wird.
 
Artikelverweis 
Der Oberhêrr, des -en, plur. die -en, der höchste und oberste Herr unter mehrern, welcher in der bürgerlichen Gesellschaft niemanden unterworfen ist; der Landesherr. Ihr wisset, daß die weltlichen Fürsten herrschen und die Oberherren haben Gewalt, Matth. 20, 25. Am häufigsten gebraucht man es in Beziehung auf dessen Unterthanen. Jemanden für seinen Oberherren erkennen. Im Nieders. Averherr, welches aber auch einen jeden Herren oder Vorgesetzten bedeutet.
 
Artikelverweis 
Oberhêrrlich, adj. et adv. dem Oberherren gehörig, in dessen Würde gegründet; oberherrschaftlich.
 
Artikelverweis 
Die Oberhêrrschaft, plur. inus. 1) Die oberste und höchste Herrschaft, oder Gewalt zu gebiethen und zu verbiethen. Daher oberherrschaftlich, in derselben gegründet. 2) In weiterer Bedeutung auch zuweilen die überlegene Gewalt in einem Wettstreite, die Oberhand. Die Oberherrschaft haben, bekommen, erhalten.
 
Artikelverweis 
Der Oberhimmel, des -s, plur. ut nom. sing. der obere oder oberste Himmel, die oberste und höchste Gegend des Raumes über unserer Erde; zum Unterschiede von dem untern Himmel oder unserm Dunstkreise.
 
Artikelverweis 
Der Oberhof, des -es, plur. die -höfe. 1) Der obere oder höher gelegene Theil eines Hofes, im Gegensatze des Unterhofes. 2) So fern Hof einen vornehmen Gerichtshof bedeutet, ist der Oberhof zuweilen ein höheres oder oberes Gericht, welchem anders Gerichtshöfe untergeordnet sind.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: