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Ōberfūß bis Oberhaupt (Bd. 3, Sp. 560 bis 561)
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Artikelverweis Der Ōberfūß, des -es, plur. die -füße. 1) In der Anatomie, der obere Theil des Fußes nach dem Beine zu, im Gegensatze der Zehen und des Theiles um die Zehen; die Fußwurzel. 2) Der obere Theil des untern oder Plattfußes, welcher auch der Vorderfuß, der Oberrist, genannt wird; im Gegensatze des Plattfußes, oder der Sohle.
 
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Das Obergericht, des -es, plur. die -e. 1) Ein oberes oder höheres Gericht, so wohl der Würde, als Gerichtbarkeit nach, unter welchem andere Gerichte als Untergerichte stehen. 2) Ein mit der obern oder criminellen Gerichtbarkeit versehenes Gericht, ein Criminal-Gericht, Halsgericht, Hochgericht u. s. f. zum Unterschiede von einem niedern, Nieder- oder Untergerichte. Auch die höhere Gerichtbarkeit oder Gerichtbarkeit über Leben und Tod, wird zuweilen im Plural die Obergerichte genannt. Daher der Obergerichtsherr, welcher die Gerichtbarkeit besitzet:

[Bd. 3, Sp. 561]


der Hochgerichtsherr, Halsgerichtsherr, im Oberdeutschen Fraißherr, Zentherr u. s. f.
 
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Das Ōbergeschóß, des -sses, plur. die -sse, das obere Geschoß eines Hauses, im Gegensatze des Untergeschosses oder Halbgeschosses.
 
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Das Obergeschühe, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Geschühe und Oberleder.
 
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Der Obergespan, in Ungarn, S. 2 Gespan.
 
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Das Obergewêhr, des -es, plur. die -e, bey den Soldaten, die Carabiner, Musketen, Piken, Spontons u. s. f. zum Unterschiede von dem Untergewehre oder Seitengewehre, d. i. dem Pallasche oder Säbel. Mit Ober- und Untergewehr, in völliger Rüstung.
 
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Der Obergurt, des -es, plur. die -e, an dem Sattel eines Pferdes, der obere Gurt, welcher von Zwirn gewebt ist, und die Taschen zusammen hält; zum Unterschiede von dem Bauchgurte.
 
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Oberhalb, ein Nebenwort des Ortes, welches die zweyte Endung erfordert, auf der obern oder höher gelegenen Halbe oder Seite; im Gegensatze des unterhalb. Oberhalb der Stadt, über der Stadt, der höhern Lage der Erdfläche nach. S. 1 Halb 2.
 
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Die Oberhand, plur. die -hände. 1) In der Anatomie, der obere Theil der Hand, nach dem Arme zu; die Handwurzel. 2) Der obere oder äußere Theil der Hand, im Gegensatze des innern, oder der flachen Hand. 3) Figürlich, so fern Hand auch Macht, Gewalt bedeutet, die überlegene Gewalt oder Macht in einem Wettstreite; ohne Plural. Die Oberhand haben, bekommen, erhalten, gewinnen, behalten, verlieren. In welcher Bedeutung es schon bey dem Stryker vorkommt. Hornegk gebraucht dafür Uberchraft. S. auch Überhand. 4) Die Stelle zur rechten Hand, die oberste, vornehmste Stelle, dem Range nach, die rechte Hand; gleichfalls ohne Plural. Jemanden die Oberhand geben, die rechte Hand, den vornehmsten Platz im Gehen oder Sitzen. Die Oberhand nehmen.
 
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Der Oberhandwêrksmeister, S. Adelung Obermeister.
 
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Das Oberhaupt, des -es, plur. die -häupter, nur im figürlichen Verstande, der die oberste, höchste Gewalt über ein ganzes Volk hat, das oberste unter den Häuptern oder Obern einer Nation. Jemanden für sein rechtmäßiges Oberhaupt erkennen. Sich zum Oberhaupte aufwerfen. Die Oberhäupter der Nation. Nieders. Upperhöfd. S. Adelung Haupt.

 

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