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Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Oberblatt bis Ober-Deutschland (Bd. 3, Sp. 559)
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Artikelverweis Das Oberblatt, des -es, plur. die -blätter, das obere Blatt. So ist das Oberblatt ein Theil eines gewöhnlichen Hintergeschirres der Kutschpferde, welches so wohl dem Unterblatte, als auch dem Brustblatte entgegen gesetzet ist.
 
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Das Oberblêch, des -es, plur. die -e, das obere Blech, zum Unterschiede von dem Unterbleche, dergleichen sich z. B. an den Achsen der Wagen befinden.
 
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Die Oberblinde, plur. die -n, in der Seefahrt, das oberste Segel an dem Bugspriete, welches sich über der Blinde befindet.
 
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Der Oberboden, des -s, plur. die -böden, der obere oder oberste Boden in einem Gebäude.
 
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Der Oberbornmeister, des -s, plur. ut nom. sing. in den Salzkothen zu Halle, der oberste Bornmeister, welchem die Unterbornmeister untergeordnet sind. Beyde heißen in Lüneburg Ober- und Untersieger. S. Adelung Bornmeister.
 
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Der Ōber-Capellān, oder Ober-Caplan des -es, plur. die -äne, der oberste Capellan unter mehrern, welcher am häufigsten Archi-Diaconus genannt wird.
 
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Das Ōber-Commándo, plur. des -s, S. Adelung Oberbefehl.
 
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Der Ōber-Constābler, des -s, plur. ut nom. sing. auf den Kriegsschiffen, der oberste Constabler, welcher das Commando und die Aufsicht über die Constabler auf dem Schiffe hat.
 
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Der Oberdeichgraf, des -en, plur. die -en, der oberste unter den Deichgrafen einer Provinz; in Nieder-Deutschland, der Oberdeichgräfe. S. Deichgraf.
 
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Ober-Deutsch, oder Oberdeutsch, adj. et adv.in Ober-Deutschland einheimisch, daher kommend, in demselben befindlich; im Gegensatze, des Niederdeutsch. In engere Bedeutung auch zum Unterschiede von dem Hochdeutsch, S. das letztere. Die Oberdeutsche Sprache oder Mundart, welche in Ober-Deutschland gesprochen, und auch das Oberdeutsch genannt wird. Die Oberdeutschen, die Einwohner Ober-Deutschlandes; im Gegensatze der Hoch- und Nieder-Deutschen.
 
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Ober-Deutschland, -es, plur. car. der obere oder höhere, d. i. näher nach dem Gebirge zu gelegene südliche Theil Deutschlandes, welcher in dem Deutschen Staatsrechte auch die Lande des Schwäbischen Rechtes genannt wird; im Gegensatze Nieder-Deutschlandes, wozu in diesem Verstande auch Ober-Sachen gehöret.

 

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