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Oberaufsêher bis Oberbereiter (Bd. 3, Sp. 558 bis 559)
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Artikelverweis Der Oberaufsêher, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Oberaufseherinn, eine Person, welche die oberste Aufsicht über eine Sache hat. In einigen Chursächsischen Provinzen, z. B. im Mansfeldischen, ist der Oberaufseher ein adeliger Beamter, welcher die Aufsicht über die churfürstlichen Kammerämter hat. Das Oberaufseheramt, dessen Würde.
 
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Die Oberaufsicht, plur. inus. die oberste Aufsicht über eine Sache.
 
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Der Oberbalken, des -s, plur. ut nom. sing. der obere oder oberste Balken unter mehrern, im Gegensatze des Unterbalkens.
 
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Der Oberbau, des -es, plur. inus. der Bau über der Erde; im Gegensatze des Unterbaues oder Grundbaues, wodurch der Grund zu einem Gebäude in der Erde gelegt wird.
 
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Der Oberbauch des -es, plur. die -bäuche, der obere Theil des Bauches, zum Unterschiede von dem Unterbauche.
 
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Der Oberbauer, des -s, plur. die -n, eine Figur in der Deutschen Karte, zum Unterschiede von dem Unterbauer.
 
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Der Oberbaum, des -es, plur. die -bäume, S. Adelung Hauptbaum.
 
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Der Oberbefêhl, des -es, plur. die -e, ein gutes altes Oberdeutsches Wort, welches man im Hochdeutschen vernachlässiget hat, das Ober-Commando, die höchste Gewalt, besonders über ein Kriegsheer, oder einen Theil zu bezeichnen. Daher der Oberbefehlshaber, der oberste Befehlshaber unter mehrern.

[Bd. 3, Sp. 559]



 
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Der Oberbeichtvater, des -s, plur. die -väter, der oberste oder vornehmste Beichtvater unter mehrern, dergleichen sich z. B. an dem päpstlichen Hofe befindet.
 
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Das Oberbein, S. Adelung Überbein.
 
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Der Oberbereiter, des -s, plur. ut nom. sing. an einigen Höfen, der oberste Bereiter unter mehrern, zum Unterschiede von dem Bereiter schlechthin, oder Unterbereiter.

 

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