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Nußkêrn bis Nutz (Bd. 3, Sp. 545)
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Artikelverweis Der Nußkêrn des -es, plur. die -e, der inwendige eßbare Kern einer Nuß, besonders der Haselnuß und Wälschen Nuß.
 
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Der Nußknacker des -es, plur. ut nom. sing. ein Werkzeug, die Haselnüsse damit aufzudrücken, oder aufzuknacken.
 
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Die Nußkrähe, plur. die -n, eine Art Häher oder Bergkrähen, welche theils bunt, mit dunkelbraunen und weißen Flecken, wie ein Stahr theils kleiner ist, und eine kurze Zunge hat. Beyde essen Nüsse, die sie sehr geschickt aufzubrechen oder doch zu durchstoßen wissen, ingleichen Eicheln und alle ähnliche Früchte; Pica nucifraga Klein. Corvus Cariocactes L. Nußbeißer, Nußbicker, (Nieders. Nötebicker) Nußbrecher, Nußhäher, Tannenkrähe, Tannenhäher, weil sie in Ermangelung der Nüsse auch den Samen der Tannzapfen speiset, Nußhacker in einigen Gegenden, z. B. in der Lausitz, Harrusch, Herrehusch, Markolph, S. dieses Wort, Eichenhäher, Eichelhabicht, Bergkrähe und so ferner.
 
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Das Nußöhl, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, die -e, das aus den Nüssen, besonders aus den Haselnüssen und Wälschen Nüssen, gepreßte Öhl.
 
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Die Nußpfêrsiche, im gemeinen Leben Nußpfirsche, plur. die -n, eine Art Pfersichen oder Pfirschen, welche von außen glatt sind, und deren Kern wie ein Nußkern schmeckt.
 
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Der Nußring des -es, plur. die -e, bey den Büchsenmachern, ein starker Ring, welcher auf den Zapfen der Nuß an dem Gewehrschlosse gestecket wird, wenn der Hahn und die Studel aufgepresset werden sollen. S. Adelung Nuß 2 1).
 
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Die Nußschale, plur. die -n, die Schale einer Nuß, so wohl die äußere weiche, mit welcher sie am Baume umgeben ist, als auch, und zwar am häufigsten, die harte Schale, welche den Kern umgibt.
 
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Die Nußstaude, plur. die -n, eine Staude, deren Frucht eine Nuß ist. In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung, die Haselstaude, welche die Haselnüsse trägt.
 
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Die Nuth, plur. die -en, bey den Holzarbeitern, eine viereckte Rinne welche bey den Tischlern vermittelst eines besondern Hobels, welcher daher der Nuthhobel, verderbt der Nothhobel, heißt, in das Holz gemacht wird, einen andern Theil hinein zu schieben, und beyde auf diese Art zu verbinden. Dergleichen Nuthen befinden sich in den Fensterrahmen, das Glas hinein zu setzen, die Glasnuth, ingleichen in solchen Behältnissen, welche mit einem Schieber versehen sind u. s. f. Die Fensterrahmen mit Nuthen ausfahren, solche Nuthen darein verfertigen. Es gehöret zu Nuß, Nieders. Nut, so fern es eine Rinne, einen Canal bedeutet, S. Adelung Nuß 1, oder auch, so fern eine solche Rinne zur Verbindung dienet, zu Naht, nähen.
 
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Der Nuthhobel, des -s, plur. ut nom. sing. S. das vorige.
 
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Der Nutz, des -es, plur. inus. S. der Nutzen.

 

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