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Nosselfink bis Noth (Bd. 3, Sp. 523 bis 524)
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Artikelverweis Der Nosselfink, des -en, plur. die -en, eine Art Brustwenzel, oder nach andern eine Art Grasmücken von braunfahler Farbe, mit weißlich gesäumten Federn, von welchem man glaubt, daß er häufig in die Gärten komme, wenn eine Pest bevor stehet, daher er auch Todtenvogel und Pestilenzvogel genannt wird; Sylvia pestilentialis Frisch. Sylvia Grisola Aldrov.
 
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Die Nosselstange, plur. die -n, S. Adelung Nößel Anm.
 
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Das Nóstoch, des -es, plur. inus. eine sonderbare Pflanze, welche zu dem Geschlechte der Gallerten gehöret, und welche ganz aus einem einzigen Blatte ohne Wurzeln bestehet, und sich nur nach einem Regen wie ein Schwamm voll Wasser ziehet und alsdann einer Gallerte ähnlich siehet. Nach ein Paar Stunden Sonnenschein oder nach einem starken Winde zerfällt sie wieder in ein trocknes schwarzbraunes Blatt, welches kaum noch sichtbar ist. Tremella Nostoc L. Man findet es nach dem Regen auf den Wiesen und in den Gartengängen. Der Nahme ist ausländisch. Paracelsus nennet dieses Gewächs Carefolium, andere im Deutschen Himmelsblume, Himmelsblatt, Erdblume.
 
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Die Note, plur. die -n, Diminut. das Nötchen, Oberdeutsch Nötlein, aus dem Lat. Nota, ein Zeichen. 1) Eine Anmerkung, im gemeinen Leben. Noten zu einem Buche machen, Anmerkungen. 2) Ein kurzer Aufsatz, eine kurze nur aus wenig Zeilen bestehende und ohne alle Förmlichkeiten aufgesetzte Schrift. So wird eine kurze Rechnung im gemeinen Leben zuweilen eine Note genannt. Bey den Wechselbanken ist die Banknote, ein Schein, welchen jemand über sein in die Bank gelegtes Geld erhält, und welche von einer Bankactie noch verschieden ist. Ein Aufsatz eines Notarii, ein Notariat-Instrument, wurde ehedem auch nur eine Note genannt, S. Du Fresne Gloss. v. Nota. 3) In der Musik werden in weiterer Bedeutung alle Zeichen, deren man sich daselbst in Schreiben bedienet, in engerer und gewöhnlicherer aber nur allein die eigentlichen Tonzeichen, Noten genannt. Hornegk nennet sie im Diminut. Notel. Nach Noten singen oder spielen.
 
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Die Notel, plur. die -n, aus dem mittlern Lat. Notula, dem Diminut. von Nota, ein kurzer gemeiniglich ohne alle Förmlichkeiten gemachter Aufsatz, in welchem Verstande es noch hin und wieder im gemeinen Leben vorkommt. Noch öfter werden die Clauseln eines Vertrages, oder einer andern verbindlichen Schrift Noteln genannt.

[Bd. 3, Sp. 524]



 
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Das Notelgeschirr, des -es, plur. die -e, bey den Seilern, ein Geschirr mit vier eisernen Haken, große Seile daran zu verfertigen; wo die erste Hälfte freylich einen andern Ursprung hat.
 
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Das Notenpapier, des -es, plur. von mehrern Arten, die -e, starkes geleimtes Papier, Noten darauf zu schreiben.
 
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Der Notenplan, des -es, plur. die -e, in der Musik, die fünf Linien, welche das Steigen und Fallen der Noten vorstellen, und auch das Linien-System, die Musikleiter genannt werden. S. Adelung Note 3.
 
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Der Notenschreiber, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher musikalische Noten schreibet, und in engerer Bedeutung, welcher ein Geschäft daraus macht, Noten abzuschreiben, und welcher auch wohl der Notist genannt wird.
 
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Der Notenstein, des -es, plur. die -e, eine Art Steine, welche zu den Naturspielen gehören, und deren Adern und Flecken einiger Maßen den musikalischen Noten ähnlich sind; Lapis musicalis. Gemeiniglich sind es Sandsteine, welche auf diese Art gezeichnet sind.
 
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* Noth, ein Nebenwort, nöthig, nothwendig, so wohl bedürfend, als auch zu einer Sache erforderlich. Kaufe was uns noth ist, aufs Fest, Joh. 13, 29. Was jeglichem noth war, das gab er, Apostelg. 4, 35. Wenn uns Hülfe noth seyn wird, Ebr. 4, 16. Geduld ist euch noth, Ebr. 10, 36. Was mehr noth seyn wird, Esr. 7, 20.
   Hier aber ist es noth den Unterschied zu machen,
   Opitz.
   Daß uns Gott
   Dieß alles geben wird, was zu dem Leben noth,
   ebend. Ingleichen mit dem Zeitworte haben, ich hatte es nicht noth, nicht nöthig.
   Du hast gelehrter Freund des Zettels zwar nicht noth,
   Günth. Im Hochdeutschen ist dieses Nebenwort veraltet, außer daß man in der höflichen Sprechart des gemeinen Lebens zuweilen mir ist noth sagt, wenn jemand von der Natur zur Erleichterung des Leibes aufgefordert wird; es ist ihm noth, nähmlich zu Stuhls zu gehen.
   Anm. Dieses Nebenwort ist alt. Nu ist es not, heißt es schon bey dem Ottfried, und an einem andern Orte; ni uuas imo es nihein not, er hatte es nicht nöthig. Das so im zu der sachen not was, Theuerd. Kap. 67.

 

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