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Nördlich bis Nörfling (Bd. 3, Sp. 521)
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Artikelverweis  Nördlich, -er, -ste, adj. et adv. gegen Norden gelegen, daher kommend, in dieser Himmelsgegend gegründet; mitternächtig. Die nördlichsten Länder. Nach der Analogie von südlich und östlich ist nördlich richtiger als nordlich.
 
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Das Nordlicht, des -es, plur. die -er, ein heller Schein, welcher oft zur Nachtzeit bey heiterm Wetter über dem nördlichen Horizonte in der höchsten Luft gesehen wird; Aurora borealis, der Nordschein, im Nieders. Nordblüse, von Blas, Blüse, Feuerflamme, im Schwed. Norrsken.
 
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Der Nordost, des -es, plur. inus. 1) Ein Wind, welcher aus der Gegend zwischen Norden und Osten herkommt; der Nordostwind. 2) Die Gegend zwischen Norden und Osten, doch ohne Artikel und nur mit einigen Vorwörtern, wofür auch das mehr adverbische Nordosten üblich ist. Der Wind kommt aus Nordost, oder aus Nordosten. Bey dem Raban Maurus Nortostroni.
 
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Der Nordpol, des -es, plur. inus. weil nur ein einziger vorhanden ist, in der Geographie, der äußerste Punct der Erdachse oder Weltachse gegen Norden oder Mitternacht, im Gegensatze des Südpoles; Polus arcticus.
 
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Der Norschein, des -es, plur. die -e, S. Adelung Nordlicht.
 
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Die Nordseite, plur. die -n, die gegen Norden oder Mitternacht gelegene Seite eines Dinges. Bey dem Notker Nordsita.
 
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Der Nordstêrn, des -es, plur. inus. der Polarstern, welches sein gewöhnlicherer Nahme ist; S. dieses Wort. Opitz nennet ihn nur den Nord, S. dieses Wort.
 
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Das Nordwasser, des -s, plur. inus. in der Schifffahrt, derjenige Strom des Weltmeeres, nach welchem dasselbe von dem Nordpole gegen Mittag gezogen wird; zum Unterschiede von dem Südwasser, einem Gegenstrome, welcher das Meer gegen Norden ziehet. Vielleicht sind beyde nur Eine Wirkung des an den Küsten gebrochenen Weltmeeres.
 
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Nordwêst, oder Nordwêsten, die Himmelsgegend zwischen Norden und Westen, ohne Artikel, und nur mit einigen Vorwörtern. Der Wind kommt aus Nordwest. Gegen Nordwesten segeln. Bey dem Raban Maurus Norduuestron.Daher der Nordwestwind, des -es, plur.die -e, der Wind, welcher aus dieser Gegend kommt.
 
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Der Nordwind, des -es, plur. die -e, der Wind, welcher aus Norden oder Mitternacht kommt; in der dichterischen Schreibart der Nord, bey dem Willeram Nortuuint. In Golii Onomast. bey dem Frisch heißt er Schindenhängst, bey dem Pictorius und andern Oberdeutschen der Beißwind, Bißwind, Bißwind, Ital. Bisajo, Sbisajo, Bisa, Franz. Vent de Bise, von dem noch Nieders. und Holländ. biesen, brausen, daher in Lipsii Glossen ein jeder Sturmwind Bisa heißt, bey den Griechen und Römern aus einer ähnlichen Ursache Boreas, bey den Krainerischen Wenden Burja.
 
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Der Nörfling, des -es, plur. die -e, in Obersachsen und Oberdeutschland, eine Art eßbarer Flußfische, welche den Äschen nahe kommt, und sich unter dem Wasser mit einer schönen feuerrothen

[Bd. 3, Sp. 522]


Farbe zeiget. Er wird an andern Orten ohne das zufällige Anfangs N Orse genannt, S. dieses Wort.

 

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