Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Nonnenbrot bis Noppen (Bd. 3, Sp. 519)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Das Nonnenbrot, des -es, plur. inus. eine Art Confectes, welches in den Nonnenklöstern sehr häufig verfertiget, und aus einem Marzipan-Teige in einer Tortenpfanne gebacken wird.
 
Artikelverweis 
Das Nonnenfleisch, des -es, plur. inus. nur im gemeinen Leben und figürlich, die einer Nonne anständige Verläugnung der Welt und Sinnlichkeit. Es ist ihr kein Nonnenfleisch gewachsen, sagt man von einer Person, welche an der eingeschränkten Lebensart der Nonnenklöster keinen Geschmack findet.
 
Artikelverweis 
Das Nonnenglas, des -es, plur. die -gläser, ein Nahme der gewöhnlichen Arzeneygläser.
 
Artikelverweis 
Das Nónnenklōster, des -s, plur. die -klȫster, ein für Nonnen gestiftetes, von Nonnen bewohntes Kloster, ein weibliches Kloster; in der anständigern Sprechart das Frauenkloster.
 
Artikelverweis 
Das Nonnenkraut, des -es, plur. inus. S. Adelung Erdrauch.
 
Artikelverweis 
Das Nonnenlêben, des -s, plur. inus. der Stand, die Lebensart der Nonnen; das Klosterleben.
 
Artikelverweis 
Die Nonnenmeise, plur. die -n, in einigen Gegenden, ein Nahme der Mönchsmeise, ohne Zweifel wegen einiger Ähnlichkeit mit der Kleidung der Nonnen; Franz. Nonnette. Siehe Aschmeise.
 
Artikelverweis 
Der Nonnenteig, des -es, plur. inus. in den Küchen, eine Art des Teiges oder Breyes, woraus allerley in Butter gebackene Speisen bereitet werden. Er wird aus Mehl, Milch, Wein, Eyern und Salz bereitet.
 
Artikelverweis 
Die Nonnenzêlle, plur. die -n, die Zelle für eine Nonne, in einem Nonnenkloster.
 
Artikelverweis 
Das Noppeisen, des -s, plur. ut nom. sing. bey den Webern, eine kleine Zange, die Knoten des Gewirkes damit abzunoppen. d. i. abzuzwicken.
 
Artikelverweis 
Noppen, verb. reg. act. welches nur noch in einigen Fällen des gemeinen Lebens üblich ist, wo es so viel wie kneipen, zwicken, rupfen bedeutet. Die Tuchmacher noppen die gewebten Tücher, wenn sie die Knoten oder Knöpfe mit dem Noppeisen abzwicken,

[Bd. 3, Sp. 520]


welches von einer besondern Person geschiehet, welche der Nopper, im Fämin. die Nopperinn genannt wird. In Niedersachsen werden die Knötchen von Wolle an gewissen Zeugen Nobben genannt, und alsdann ist noppen, solche Knötchen an den Zeugen verfertigen. Das Fettnoppen, ist bey den Tuchmachern eine andere ähnliche Arbeit, da das gewebte Tuch gegen das Tageslicht beschauet wird, um die Öhlflecke in demselben zu entdecken, wo es auch zu dem Nieders. nipp, genau, nipp sehen, genau, scharf sehen, gehören kann. Es ist mit kneipen, Schnabel und andern dieses Geschlechtes genau verwandt. Im Nieders. ist nobben mit den Zähnen schaben, und im Holländ. nypen, und im Schwed. nappa, rupfen. S. auch Fellnäpper.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: