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Nierenschnitte bis Niesemittel (Bd. 3, Sp. 506 bis 507)
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Artikelverweis Die Nierenschnitte, plur. die -n, in den Küchen, Semmelschnitte, welche mit gehackten Nieren, Eyern u. s. f. bestrichen und aus heißem Schmalze gebacken werden; mit einem ausländischen Worte Poffesen.
 
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Der Nierenstein, des -es, plur. die -e. 1) Ein Stein, welcher sich zuweilen in den Nieren erzeuget, zum Unterschiede von dem Blasensteine; Calculus renum. 2) In der Mineralogie, ein thonartiger Stein von grüner Farbe, welcher zu dem Specksteine gehöret und dem Serpentinsteine sehr nahe kommt, nur daß er härter ist. Er ist fettig anzufühlen, und von verschiedener Durchsichtigkeit; Lapis Nephriticus, Lendenstein, Franz. Siadre, Ital. Osiada del Fianco, Span Igiada.
 
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Die Nierenstolle, plur. die -n, in den Küchen, zerlassenes Nierentalg, welches man in Gestalt einer Stolle erkalten lassen, und es nachmahls wieder an den Speisen gebraucht; Nierenschmalz. S. Adelung Stolle.
 
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Das Nierenstück, des -es, plur. die -e, Diminut. das Nierenstückchen, ein Stück Kalbfleisch mit der Niere, oder mit einem Theile der Niere.
 
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Das Nierentalg, des -es, plur. inus. dasjenige Talg, welches die Nieren bey dem Rindviehe umgibt.
 
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Das Nierenweh, des -es, plur. inus. S. Adelung Nierenbeschwerung.
 
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Nierenweise, adv. S. Adelung Niere 1.
 
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Nierig, adj. et adv. S. ebendas.
 
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Das Niesekraut, des -es, plur. inus. in einigen Gegenden, ein Nahme des Bertrams, Achillea Ptarmica L. weil es niesen macht.
 
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Nieseln, verb. reg. act. et neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben erfordert, durch die Nase reden; im gemeinen Leben nüßeln, nüsseln, schnüffeln, bey dem Pictorius nüdern.

[Bd. 3, Sp. 507]


In engerer Bedeutung, die Hauch- und Gaumenlaute mit einem durch die Nase getönten n begleiten, wie z. B. den Franzosen eigenthümlich ist. Die nieselnde Aussprache. S. Adelung Nasenhauch. Es stammet von Nase ab.
 
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Das Niesemittel, des -s, plur. ut nom. sing. ein jedes Arzeneymittel, welches das Niesen verursacht.

 

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