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Neiß bis Nếlken-Viōle (Bd. 3, Sp. 464 bis 465)
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Artikelverweis Der Neiß, S. 2 Gneiß.
 
Artikelverweis Der
Nêktar, des -s, plur. inus. nach der Götterlehre der Griechen und Römer, derjenige Trank, welcher den Göttern zum gewöhnlichen Getränke dienete; der Göttertrank.
   Dort werde sie (die Schale) bey jedem Freudenmahle
   Voll Nectar, der die Götter tränkt,
   Und voll Unsterblichkeit geschenkt,
   Raml.
 
Artikelverweis Die
Nêlke, plur. die -n, ein aus Nägellein oder Nägelchen zusammen gezogenes und statt desselben in der anständigen Sprechart übliches Wort, es mag nun das Gewürz oder die Blumen dieses Nahmens und ihre Pflanzen bezeichnen. Die Gewürznelken, zum Unterschiede von den Gartennelken, welche letztern in einigen Gegenden, z. B. in Franken, Grasblumen genannt werden. Gestoßene Nelken, d. i. Gewürznelken. Nelken pflanzen, Gartennelken. Diejenige Blume, welche bey uns unter dem Nahmen der Nelke so hoch geschätzet wird, ist eine Art des Dianthus L. von welchem es mehrere Arten gibt, wohin die Bartnelke, die Carthäuser-Nelke, die Gartennelke, die Donnernelke, die Federnelke, die Sandnelke, die Jungfernelke u. s. f. gehören. Die stolze Nelke, Dianthus superbus L. hat büschelförmig zusammen gesetzte Blumen. Die wilde Nelke, Dianthus Armeria L. mit gehäuften bündelweise zusammen gesetzten Blumen, wächset in den unfruchtbaren Gegenden Europens wild. Figürlich werden auch andere Arten Blumen, wegen einiger Ähnlichkeit in der Gestalt Nelken genannt, wohin besonders einige Arten der Lichtrose, Lychnis L. gehören, besonders die Lychnis dioica, welche gleichfalls wilde Nelke genannt wird. Die Tunisblume führet bey einigen den Nahmen der Türkischen Nelke, ungeachtet sie nicht die geringste Ähnlichkeit mit den Nelken hat. S. auch Bachnelke, Mauernelke, Kornnelke u. s. f. Das kleine Büschelchen Haare an der Ruthe des Fuchses zunächst an dessen Rücken heißt bey den Jägern die Nelke, vermuthlich wegen seines angenehmen balsamischen Geruches.
   Im Nieders. so wohl von dem Gewürze, als der Blume Nägelken, Dän. Nellike, Schwed. Neglika. S. Adelung Nägelein.
 
Artikelverweis 
Nêlkenbraun, adj. et adv. den Gewürznelken an brauner Farbe gleich oder ähnlich, deren dunkelbraune Farbe ein wenig, obgleich auf eine kaum merkliche Art in das Carminrothe spielet.
 
Artikelverweis Der
Nêlken-Flor, des -es, plur. doch nur in der zweyten Bedeutung, die -e, der Flor, d. i. der Zustand, da die Gartennelken blühen. Ingleichen die Zeit, wenn sie blühen, und mehrere blühende Nelken selbst. Einen schönen Nelkenflor haben, viele blühende Nelken. S. Adelung Flor.
 
Artikelverweis Das
Nêlkenkraut, des -es, plur. inus. in einigen Gegenden ein Nahme der Märzwurz oder Benedict-Wurz, besonders der einen Art, Geum urbanum L. deren Wurzel gegen den Frühling wie Gewürznelken riecht.
 
Artikelverweis Die
Nêlkenlaus, plur. die -läuse, ein grünes Ungeziefer, welches sich oben an dem Stengel der Nelken nahe bey dem Kelche aufhält, und die Pflanze aussauget; Aphis Caryophylli, bey einigen die Mauke.
 
Artikelverweis Das
Nếlkenmāß, des -es, plur. die -e, bey den Liebhabern der Gartennelken, ein Maß, welches aus mehrern Zirkeln bestehet, die Größe der Gartennelken damit zu messen.

[Bd. 3, Sp. 465]



 
Artikelverweis Die
Nêlkenmyrte, plur. die -n, eine prächtige Art Myrten mit drey Mahl gespaltenen vielblumigen Blumenstielen, und umgekehrt eyförmigen Blättern, welche in Zeylon einheimisch ist; Myrtus caryophillata L.
 
Artikelverweis Der
Nêlkenstock, des -es, plur. die -stöcke, eine einzelne Pflanze der Gartennelken, sie mag nun in der Blüthe seyn oder nicht, S. Adelung Stock.
 
Artikelverweis Die
Nếlken-Viōle, plur. die -n, ein Nahme, welcher in einigen Gegenden den Levkojen gegeben wird.

 

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