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Nêbengut bis Nêbenmann (Bd. 3, Sp. 453)
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Artikelverweis Das Nêbengut, des -es, plur. die -güter, ein von dem Hauptgute abhängiges, demselben nach- und untergeordnetes Gut. S. Adelung Hauptgut. In den Rechten werden zuweilen auch die zugebrachten Güter, Jura paraphernalia, Nebengüter genannt, und alsdann den Erbgütern entgegen gesetzt.
 
Artikelverweis Der
Nêbenhalm, des -es, plur. die -e, der Halm, welcher sich außer dem Haupthalme an dem Getreide, besonders an dem Rocken, befindet, und auf dem Lande in Meißen auch die Maypflanze genannt wird. Die ganze Menge der Nebenhalme führet daselbst auch den Nahmen des Unterrockens.
 
Artikelverweis Die
Nêbenhandlung, plur. die -en, eine der Haupthandlung nachgeordnete, von derselben abhängige Handlung.
 
Artikelverweis Das
Nêbenhaus, des -es, plur. die -häuser, ein von dem Hauptgebäude abhängiges und neben demselben befindliches Haus; das Nebengebäude.
 
Artikelverweis 
Nêbenhêr, adv. S. Adelung Neben II.
 
Artikelverweis Die
Nêbenkirche, plur. die -n, eine der Hauptkirche nach- und untergeordnete, von derselben abhängige Kirche, welche am häufigsten ein Filial, eine Tochterkirche genannt wird, im Oberd. die Nebenpfarre, Nachpfarre, Tochterpfarre, Beykirche. Auch im eigentlichsten Verstande, eine dem Orte nach neben einer andern stehende Kirche, wenn sie gleich nicht abhängig von ihr ist.
 
Artikelverweis Der
Nêbenknoten, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Hauptknoten.
 
Artikelverweis Die
Nêbenlade, plur. die -n, S. Adelung Hauptlade.
 
Artikelverweis Das
Nêbenlêhen, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Hauptlehen.
 
Artikelverweis Die
Nebenlinie, plur. die -n, eine von der Hauptlinie abhängige, derselben nach- und untergeordnete Linie; besonders in der Genealogie.
 
Artikelverweis Der
Nêbenmann, des -es, plur. die -männer. 1) Ein Mann, d. i. eine Person, welche sich neben einer andern, ihr zur Seite, eigentlich und dem Orte nach, befindet. So ist bey den Soldaten derjenige, der im Gliede neben dem andern stehet, dessen Nebenmann; zum Unterschiede von dem Vormanne und Hintermanne. 2) Eine Person männlichen Geschlechtes, mit welcher eine verheirathete weibliche neben und außer ihrem rechtmäßigen Manne einen verbothenen Umgang unterhält.
   Selbst Venus, als auf Erden
   Sie Herrchen lieb gewann,
   Erwählte bey den Herden
   Sich ihren Nebenmann,
   Weiße. S. Adelung Nebenweib.

 

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