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Náschhaftigkeit bis Náschwildbrêt (Bd. 3, Sp. 433 bis 434)
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Artikelverweis Die Náschhaftigkeit, plur. inus. die Neigung, und in engerer Bedeutung die Fertigkeit zu naschen, besonders in der zweyten Bedeutung des Zeitwortes; die Näscherey.
 
Artikelverweis Der
Náschhirsch, des -es, plur. die -e, S. Adelung Naschwildbret.
 
Artikelverweis Der
Náschhunger, des -s, plur. inus. der Hunger, d. i. die sinnliche Begierde nach Näschereyen, nach schmackhaften Dingen, nicht so wohl zur Nahrung, als vielmehr zur Lüsternheit; die Naschlust.
 
Artikelverweis 
Nschig, -er, -ste, adj. et adv. welches auch für naschhaft, besonders in der zweyten Bedeutung des Zeitwortes naschen üblich ist, und wofür im Hochdeutschen genäschig noch gewöhnlicher ist; vernascht. Leckerhaft und näschig seyn.
   Andre mögen näschig geilen, da bey Grethen, dort bey Käthen,
   Logau.
 
Artikelverweis Die
Nschigkeit, plur. inus. die Naschhaftigkeit; die Genäschigkeit.
 
Artikelverweis Das
Nschlein, bey den Jägern, S. Adelung Nase 2.
 
Artikelverweis Die
Náschlust, plur. inus. S. Adelung Naschhunger. Seine Naschlust büßen.
 
Artikelverweis Der
Náschmarkt, des -es, plur. die -märkte, an einigen Orten ein Marktplatz, auf welchem Geflügel, Wildbret, Obst und

[Bd. 3, Sp. 434]


andere Näschereyen feil gehalten werden; zum Unterschiede von dem Brotmarkte, Fleischmarkte, Kornmarkte u. s. f. In Leipzig wird dieses Wort nur Aschmarkt ausgesprochen, weil das n in den gemeinen Sprecharten bald zugesetzt, bald weggelassen wird.
 
Artikelverweis Das
Náschmaul, des -es, plur. die -mäuler, Diminut. das Naschmäulchen, im gemeinen Leben, ein naschhaftes Maul; ingleichen eine naschhafte Person, S. Adelung Näscher.
 
Artikelverweis Das
Náschwêrk, des -es, plur. inus. Arten von Speisen, welche nur zur Vergnügung des Geschmackes, zur Lüsternheit sind; Näschereyen.
 
Artikelverweis Das
Náschwildbrêt, des -es, plur. inus. Wildbret, welches an der Gränze in ein fremdes Gebieth überzugehen pflegt, und daselbst weggeschossen wird; Gränzwildbret. Der Naschhirsch, ein solcher geschossener Hirsch. Vermuthlich so fern man dieses Übertreten oder Überwechseln als eine verbothene Näscherey von Seiten des Wildes betrachtet.

 

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