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Mosten bis Mottenfliege (Bd. 3, Sp. 293 bis 294)
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Artikelverweis  Mosten, verb. reg. act. S. das vorige.
 
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Mostig, -er, -ste, adj. et adv. dem Moste ähnlich. Der Wein schmeckt mostig, mostelt.
 
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Der Mostler, des -s, plur. ut nom. sing. von dem Activo mosteln, ein Arbeiter, welcher Most macht, d. i. ihn durch Treten aus den Trauben presset, und im Oberd. auch Trotter, Trottknecht genannt wird.
 
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Der Möstrich, des -s, plur. inus. eine vornehmlich in Nieder-Deutschland übliche Benennung des mit Moste oder Weinessig zerriebenen und zu einer Tunke zubereiteten Senfsamens, welchen man in Obersachsen und andern Gegenden gleichfalls nur Senf zu nennen pflegt. Nieders. Mustert, in Liefland Mästling, im Ital. Mostarda. Die Endsylben ert, rich, ling u. s. f. bedeuten

[Bd. 3, Sp. 294]


insgesammt einerley, nehmlich ein Ding von der Art des Hauptwortes.
 
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Die Mostrose, S. Adelung Moosrose.
 
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Die Mosweihe, S. Adelung Maßweihe.
 
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Die Motète, plur. die -n, in der Musik, eine musikalische Composition, welche über einen biblischen Spruch gemeiniglich für Singestimmen verfertiget wird, und aus Fugen und allerley kurzen Nachahmungen besteht. Aus dem Ital. Mottetto, im mittlern Lat. Motetum, im alt Franz. Mote, bey den neuern Franzosen Motet. In Frankreich werden alle Kirchenstücke Moteten genannt, dagegen bey den heutigen Italiänern die Motete eine Lateinische geistliche Solo-Cantate, welche aus zwey Arien und zwey Recitativen bestehet, sich mit einem Halleluja schließt, und unter der Messe nach dem Credo gesungen wird. Der Nahme scheint von dem Ital. Motto herzustammen, so fern es nicht so wohl ein Wort, als vielmehr eine Sentenz, einen biblischen Text bedeutet, welcher in der Motete zum Grunde liegt. Die Ital. Schreibart Mottetto mit dem doppelten t bestätiget diese Ableitung.
 
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* Der Moth, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, im gemeinen Leben einiger Gegenden, z. B. Meißens, ein Nahme des Torfes, oder einer dem Torfe ähnlichen lockern schwarzen und fetten Erde, welche in den Wäldern aus dem verfaulten Holze entstehet, und sich wie Torf brennen läßt. Man findet es auch Modt geschrieben. Ohne Zweifel gehöret es zu Moder, die lockere weiche Beschaffenheit, und zugleich die schwarze Farbe dieser Erde auszudrucken.
 
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Die Mōtsche, eine Kuh, S. Adelung Mosche.
 
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Die Motte, plur. die -n. 1) Ein Nahme, welcher denjenigen Nachtvögeln gegeben wird, deren Larven oder Würmer das Rauchwerk und andere Kleidungsstücke zernagen; Phalaenae Tineae L. Wohin vermuthlich auch diejenige Motte gehöret, deren Larve sich als eine weiße Raupe mit vierzehn Füßen gern in den Bienenstöcken aufhält und daselbst vielen Schaden verursacht. Sie wird auch Schabe und Riehwurm genannt. In allen Fällen führet so wohl der Wurm oder die Larve, als auch das fliegende Insect diesen Nahmen, welches letztere zum Unterschiede auch wohl die fliegende Motte genannt wird. 2) Die Milbe, Blatta L. kommt in manchen Gegenden gleichfalls unter diesem Nahmen vor.
   Anm. Im Nieders. Mutte, im Engl. Moth, im Angelsächs. Moth, Mote. Ohne Zweifel von dem alten maten, zernagen, weil dieses eine der vorzüglichsten Eigenschaften dieser Insecten ist, daher sie auch in einigen Gegenden Schaben genannt werden. Miethe, Motte und Milbe, welches letztere zunächst zu mahlen gehöret, sind genau mit einander verwandt, welches unter andern auch aus dem Dänischen und Norwegischen erhellet, wo eine Motte Möl, d. i. Milbe, genannt wird. S. diese Wörter.
 
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Die Mottenfliege, plur. die -n, ein Nahme, welchen Frisch demjenigen Schmetterlinge gibt, welcher aus dem Blattwickler oder der Wickelraupe entstehet, und vermuthlich zu den Phalaenis tortricibus L. gehöret.

 

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