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Morgengebêth bis Morgenort (Bd. 3, Sp. 287 bis 288)
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Artikelverweis Das Morgengebêth, des -es, plur. die -e, das Gebeth zu Gott am Morgen, beym Anfange des Tages; im gemeinen Leben der Morgensegen.
 
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Der Morgengesang, des -es, plur. die -gesänge, ein Gesang am Morgen, zum Lobe des Morgens oder dessen Schöpfers. Wie hier rings um Luft und Wipfel voll Morgengesang sind! Herd. Ein geistlicher Gesang dieser Art heißt ein Morgenlied.
 
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Die Morgenglocke, plur. die -n, die Glocke, welche den Morgen verkündiget und deren Klang am Morgen, in der dichterischen Schreibart.
 
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Die Morgengränze, plur. die -n, die Gränze gegen Morgen. Jos. 15, 5.
 
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Morgenig, adj. S. Adelung Morgend.
 
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Das Morgenland, des -es, plur. die -länder, ein gegen Morgen gelegenes Land; in welchem Verstande Assyrien, Persien, und andere dem Jüdischen Lande gegen Morgen gelegene Länder in der Bibel unter dem Nahmen des Morgenlandes vorkommen. Jetzt ist es im Plural am üblichsten, die uns Europäern gegen Morgen gelegenen Asiatischen Länder zu bezeichnen, welche man auch den Orient zu nennen pfleget, und von welchen die Levante

[Bd. 3, Sp. 288]


oder das Morgenland, oder auch die Morgenländer im engsten Verstande, der westliche Theil diesseits des Tigris sind.
 
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Der Morgenländer, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Morgenländerinn, ein Einwohner oder eine Einwohnerinn des Morgenlandes, in beyden Bedeutungen dieses Wortes.
 
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Morgenländisch, adj. et adv. aus dem Morgenlande gebürtig, demselben gemäß, ähnlich, in demselben befindlich; mit einem Lat. Ausdrucke orientalisch. Die morgenländischen Sprachen.
 
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Das Morgenlied, des -es, plur. die -er, ein geistlicher Gesang am Morgen, zum Lobe Gottes bey dem Anfange des Tages.
 
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Die Morgenluft, plur. die -lüfte, Diminut. das Morgenlüftchen. 1) Eine Luft, d. i. ein gelinder Wind, welcher aus Morgen kommt; ohne Plural. Wir haben Morgenluft. 2) Die kühle Luft des Morgens; wo von einzelnen sanften Bewegungen derselben auch der Plural Statt findet. Dann würde eine sanfte Morgenluft euch wecken, und die Concerte der Vögel, Geßn. Euch Blumen grüßen die lieblichen Morgenlüfte und die sumsenden Bienchen, ebend.
 
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* Der Morgenort, des -es, plur. die -e, ein gegen Morgen gelegener Ort; ein außer 1 Chron 6, 10 ungebräuchliches Wort.

 

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