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Mooskratzer bis Mor (Bd. 3, Sp. 278 bis 279)
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Artikelverweis Der Mooskratzer, des -s, plur. ut nom. sing. oder die Mooskratze, plur. die -n, ein Werkzeug der Gärtner in

[Bd. 3, Sp. 279]


Gestalt einer hohlen Schaufel, das Moos damit von den Bäumen zu kratzen.
 
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Die Mooskuh, plur. die -kühe, oder der Moosreiher, eine im Oberdeutschen übliche Benennung des Rohrdommels, S. dieses Wort.
 
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Der Mōosrêchen, des -s, plur. ut nom. sing. ein Rechen mit weitläufigen Zähnen, das Moos damit in den Wäldern zusammen zu rechen.
 
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Der Moosreiher, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Mooskuh.
 
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Die Moosrose, plur. die -n, eine Art Rosen, welche gar keine Ausläufer aus der Wurzel treibt, und deren kurze und dicke Früchte mit langen klebrigen weichen Stacheln, wie mit Moos bedeckt sind; Rosa muscosa Mill. Nach einer verderbten Aussprache Mostrose.
 
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Die Moosschnêpfe, plur. die -n, eine Art Schnepfen, welche den Wald- oder Holzschnepfen gleich sind, nur daß sie einen geschwindern Flug haben, und sich in den Moosen, d. i. morastigen Gegenden, aufhalten. Sie werden daher auch Riethschnepfen genannt.
 
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Der Moosschwamm, des -es, plur. die -schwämme, eine Art ganz weißer eßbarer Erdschwämme, welche unter dem Moose wachsen, aber nur im Maymonathe gefunden werden; im Österreichischen Dörnling, Dornschwamm, Miesschwamm, Räsling, von Rasen.
 
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Die Mooßel, plur. die -n, S. Adelung Muschel.
 
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Der Moossperling, des -es, plur. die -e, eine Art Sperlinge, welche sich in morastigen und sumpfigen mit Rohr bewachsenen Gegenden aufhalten, und daher auch Riethsperlinge und Rohrsperlinge genannt werden, S. das letztere. In den gemeinen Sprecharten, besonders Oberdeutschlandes, wird dieses Wort in Muschelsperling, Muschelnischel und Mutschelsperling verderbt.
 
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Der Mops, des -es, plur. die -e, Diminut. das Möpschen, eine Art Hunde von kleiner und mittelmäßiger Größe, mit einer breiten stumpfen kohlschwarzen Schnautze, und einem mürrischen verdrießlichen Ansehen, der auch wohl ein Mopshund, Diminut. Mopshündchen genannt wird. Wachter leitet dieses Wort auf eine freylich seltsame Art von dem Griech. μυωψ, übersichtig, her, so wenig auch die Übersichtigkeit eine Eigenschaft dieser Art Hunde ist. Der Grund der Benennung liegt in dem mürrischen Ansehen, in den hangenden Lefzen, und in der stumpfen Schnautze, daher man auch im gemeinen Leben einen dummen Menschen einen Mops zu nennen pflegt, wo man auch das Bey- und Nebenwort mopsig hat, in dieser Gemüthsart gegründet. Das Wort scheinet mit dieser Art selbst aus England herzustammen, wo Mop ein häßliches Gesicht, Mope einen dummen Menschen, und to mope dumm und träge seyn oder machen bedeutet. S. Adelung Muffel, welches genau damit verwandt ist. Für Mops ist in Nieders. auch Moppel, Möppel üblich, welches kein Diminutivum ist, sondern dem jetzt gedachten Muffel näher kommt; die Verkleinerung davon heißt Moppelken, Möppelken.
 
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Mor, S. Adelung Mohr, und Moor.

 

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