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Mondstein bis Mönig (Bd. 3, Sp. 274)
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Artikelverweis Der Mondstein, des -es, plur. inus. ein Nahme, welchen des Fraueneis oder der Spiegelstein in einigen Gegenden führet. Wenn er nicht schon bey den Galen Selenites und Aphroselenites hieße, von welchem Worte der Deutsche Nahme nur eine Übersetzung ist, so könnte man glauben, daß er den Nahmen seinen hellen durchsichtigen weißen Blättern, in welche er sich spalten lässet, zu danken habe, von man, mon, hell, glänzend, S. Adelung Mond, Anm.
 
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Mondsüchtig, -er, -ste, adj. et adv. eigentlich, mit einer Krankheit behaftet, welche in ihren Anfällen von der Ab- und Zunahme des Mondes abhänget. Im engern und gewöhnlichsten Verstande nennt man nur diejenigen Personen mondsüchtig, welche des Nachts im Schlafe aufstehen, und allerley, oft sehr gefährliche Verrichtungen vornehmen, deren sie sich nach ihrem Erwachen gar nicht mehr bewußt sind, dergleichen Personen man auch Nachtwanderer, Nachtgänger, zu nennen pflegt. Ihre Krankheit richtet sich gemeiniglich nach der Mondswandelung, und ist um die Zeit des Vollmondes am heftigsten. Im Tatian manodichh, in den Monseeischen Glossen manod fallon, bey den spätern Schriftstellern mondisch, in dem 1523 zu Basel gedruckten neuen Testamente mönig, (S. Adelung Mönig,) lünig, Lat. lunaticus. Daher die Mondsüchtigkeit, diese Krankheit selbst, auch die Mondsucht.
 
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Die Mondsuhr, Mondenuhr, oder Monduhr, plur. die -en, eine Uhr, welche die Stunden in der Nacht vermittelst des Schattens des Mondes, so wie die Sonnenuhr durch den Schatten der Sonne, andeutet.
 
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Die Mondswandelung, plur. die -en, die periodische Ab- und Zunahme des scheinbaren Lichtes des Mondes; die Mondsbrüche, der Mondwechsel.
 
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Der Mondtag, S. Adelung Montag.
 
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Die Mondtaube, plur. die -n, eine Art Haustauben, welche stärker als die Feldtauben sind und Büschel auf den Köpfen haben. Sie legen und brüten im Sommer alle Monden oder Monathe, daher sie auch den Nahmen zu haben scheinen, und bey andern Monathstauben heißen. Wegen ihrer einer Trommel ähnlichen Stimme werden sie auch Trommeltauben genannt.
 
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Die Mondur, S. Adelung Montur.
 
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Die Mondviole, plur. die -n, eine Art Violen oder Veilchen, welche ihren Samen in Schötchen bringt; Lunaria L. Sie wohnt in Deutschland und in den mitternächtigen Ländern, und blühet den Sommer hindurch alle Monden oder Monathe.
 
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Der Mondvogel, des -s, plur. die -vögel, bey den neuern Schriftstellern des Insectenreiches, eine Art Nachtvögel; Phalaena bombyx bucephala L. welche andere den Waffenträger nennen.
 
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Der Mondzirkel, oder Mondszirkel, des -s, plur. ut nom. sing. in der Chronologie, derjenige Zeitlauf, oder diejenige Zahl der Jahre, in welcher die Neu- und Vollmonde wieder auf einen und eben denselben Tag des Julianischen Kalenders fallen; Cyclus lunae. Er begreift eine Zeit von 19 Jahren.
 
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* Mönig, -er, -ste, adj. et adv. welches in den gemeinen Sprecharten für mondäugig und mondblind üblich ist, und nur von den Pferden gebraucht wird. Es stammet vermittelst der Ableitungssylbe -ig von dem alten Mōn her, und bedeutete, so wie mondisch, ehedem auch mondsüchtig.

 

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