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Mondenjahr bis Mondmilch (Bd. 3, Sp. 272 bis 273)
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Artikelverweis Das Mondenjahr, des -es, plur. die -e, in der Zeitrechnung, ein allein nach dem Laufe des Mondes bestimmtes Jahr, ein Jahr, welches aus zwölf oder dreyzehen Mondenmonathen bestehet, und wieder in das astronomische und bürgerliche Mondenjahr getheilet wird. Jenes enthält entweder 354 Tage, 8 Stunden, 48 Minuten, 48 Sec. und 12 Tert. oder 383 Tage, 21 Stunden, 32 Minuten, 51 Sec. 23 Tert. Dieses aber entweder 354 oder 384 und 385 Tage.
 
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Der Mondenmonath, des -es, plur. die -e, eben daselbst, ein Monath, welcher allein durch den Lauf des Mondes bestimmt wird, die Zeit von einem Neumonde bis zum andern, welche 29 Tage, 12 Stunden, 44 Minuten, 3 Sec. und 11 Tert. beträgt; zum Unterschiede von einem Sonnenmonathe. S. Adelung Monath und Mond 2. 3).
 
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Die Mond-Epacten, sing. inus. eben daselbst, der Unterschied zwischen einem bürgerlichen Sonnenjahre und einem astronomischen Mondenjahre.
 
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Die Mondfinsterniß, plur. die -sse, die Verdunkelung des Mondes durch den Schatten der Erde, die Verfinsterung des Mondes im Vollmonde; zum Unterschiede von einer Sonnenfinsterniß.
 
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Der Mōndflúß, des -sses, plur. die -flüsse, S. Adelung Mondauge. Daher das Bey- und Nebenwort mondflüssig, mit dem Mondflusse behaftet. Ein mondflüssiges Pferd.
 
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Die Mondirung, Mondiren, S. Adelung Mondur.
 
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Das Mondkalb, S. Adelung Monkalb.
 
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Das Mondkraut, des -es, plur. inus. S. Adelung Mondraute.
 
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Das Mondlicht, oder Mondenlicht, des -es, plur. inus. das Licht oder der Schein des Mondes. Es ist diese Nacht Mondlicht, der Mond scheinet; wo es als ein Nebenwort zu stehen scheinet. Wir haben diese Nacht Mondlicht. Bis das Mondlicht schimmert, Götting. Mus. Alm. 1776.

[Bd. 3, Sp. 273]



 
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Das Mōndlóch, des -es, plur. die -lcher, in der Schweiz, ein Nahme derjenigen Höhlen in den Bergen, in welchen die Mondmilch gefunden wird.
 
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Die Mondmilch, plur. inus. im Bergbaue und in der Mineralogie, eine leichte, weiße, schwammige und zerbrechliche kalkartige Erde, welche an der Zunge klebt und einen süßlichen Geschmack hat; Lac Lunae, Morochtus, in Steyermark weiße Schmilben. Man findet sie von mancherley Farben, gemeiniglich aber von weißer, wovon auch die letzte Hälfte ihres Nahmens entstanden zu seyn scheinet. Die erste Hälfte ist dunkel. Einige leiten ihn daher, weil man sie ehedem vornehmlich in dem Moonloche auf dem Pilatusberge gefunden habe. Allein in der Schweiz ist Mondloch eine allgemeine Benennung aller derjenigen Höhlen, in welchen dieses Mineral gefunden wird, welches übrigens in allen kalkartigen Gegenden angetroffen wird. Vielleicht stammet Mond hier von mank, mangelhaft, unecht ab, da denn der Nahme so viel als falsche, unechte Milch bedeuten würde, weil die weiße und gemeinste Erde dieser Art, wenn sie flüssig ist, der Milch ähnlich genug siehet, S. 2. Mönch; oder auch von mahnen, monen, scheinen, glänzen, wegen ihrer oft blendenden Weiße, S. Adelung Mond, Anm. und Monkalb.

 

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