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Mönchschlag bis Mönchsschrift (Bd. 3, Sp. 269 bis 270)
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Artikelverweis Der Mönchschlag, des -es, plur. die -schläge, eben daselbst, ein mißrathener Schlag mit dem Ballen, d. i. wenn die Farbe aus Versehen nicht überall gleich stark mit dem Ballen aufgetragen worden; mit dem vorigen Worte aus Einer Quelle.
 
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Die Mönchskappe, plur. die -n, die hinten mit einer Kappe versehene Tracht der Mönche; die Kutte, die Mönchskutte, in der anständigern Sprechart das Ordenskleid.

[Bd. 3, Sp. 270]



 
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Das Mnchsklōster, des -s, plur. die -kloster, ein Kloster für Mönche, ein Mannskloster; zum Unterschiede von einem Nonnenkloster.
 
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Der Mönchskopf, des -es, plur. die -köpfe. 1) Nach dem Frisch aus dem Frischlin, eine Münze, welche drey Batzen gilt; vermuthlich wegen eines darauf geprägten bischöflichen Brustbildes. 2) Eine Art des Löwenzahnes, welcher auf den Europäischen Wiesen wächset, und dessen Blumen einige Ähnlichkeit mit dem Kopfe eines Mönches haben; Leontodon Taraxacum L. Butterblume, Dotterblume, Schmalzblume, Pfaffenplatte, Mönchsplatte.
 
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Die Mönchskutte, plur. die -n, das Kleid eines Mönches, im verächtlichen Verstande, S. Adelung Mönchskappe.
 
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Das Mönchslêben, des -s, plur. inus. das Leben der Mönche in Gemeinschaft und nach gewissen Ordensregeln, der ganze Stand des klösterlichen Lebens, das Klosterleben.
 
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Der Mönchs-Orden, des -s, plur. ut nom. sing. ein für Mönche gestifteter, aus Mönchen bestehender Orden.
 
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Der Mönchspfêffer, des -s, plur. inus. S. Adelung Keuschbaum.
 
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Die Mönchsplatte, plur. die -n, die Platte, welche einem Mönche bey der Aufnahme in den Orden auf dem Kopfe geschoren wird. Wegen einiger Ähnlichkeit auch ein Nahme der Dotterblume, S. Adelung Mönchskopf.
 
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Die Mnchs-Rhabárber, plur. inus. eine Art des Ampfers mit Zwitterblumen, und einer herben und bittern Wurzel, welche wie die echte Rhabarber eine abführende Kraft hat; Rumex Patientia L. Sie ist in Italien einheimisch, wächst aber auch hin und wieder in Deutschland, da sie auch Deutsche Rhabarber, ingleichen Englischer Spinat genannt wird.
 
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Die Mönchsschrift, plur. doch nur von mehrern Arten, die -en, diejenige eckige Art der Deutschen und Lateinischen Schrift, welche in den mittlern Zeiten üblich war, und deren sich besonders die Mönche in den Abschriften der Bücher zu bedienen pflegten. In Holland pflegt man noch jetzt mit derselben ganze Bücher abzudrucken.

 

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