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Mȫhrenkóch bis Mohrmeise (Bd. 3, Sp. 263 bis 264)
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Artikelverweis Der Mȫhrenkóch, des -es, plur. die -kche, in den Küchen, ein Koch, d. i. eine aufgelaufene Speise, welche aus zerriebenen gelben Möhren, Eyern, Butter und Semmel bereitet wird. S. Adelung Koch.
 
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Der Mohrenkopf, des -es, plur. die -köpfe, eine Benennung verschiedener Arten Thiere, welche einen kohlschwarzen Kopf haben, von 2. Mohr 2. So wird ein weißes Pferd oder Eisschimmel, welches einen schwarzen Kopf und schwarze Füße hat, ein Mohrenkopf genannt. Eine weiße Taube mit einem schwarzen Kopfe führet gleichfalls diesen Nahmen, so wie auch eine Art Blaukehlchen oder vielmehr Grasmücken, welche eine schwarze Platte auf dem Kopfe hat; Sylvia atricapilla Klein. Motacilla atricapilla L. Griech. μελανοκεφαλος, in einigen Gegenden Mönch, Schwarzkopf, Grasspatz.
 
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Das Mohrenkraut, des -es, plur. inus. in den Gärten, ein zaseriges Sommergewächs, welches aus Mohrenland oder Äthiopien herstammet, einen viereckigen, dicken, rauhen, in etliche Äste getheilten Stängel treibt, und weiße Blumen in Gestalt der Mönchskappen trägt. Der Same, welcher den Erbsen gleichliegt paarweise in den Hülsen.
 
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Der Mohrenkümmel, des -s, plur. inus. S. Adelung Königskümmel.
 
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Das Mohrenland, des -es, plur. die -länder, ein jedes Land, welches von Mohren, d. i. so wohl von ganz schwarzen, als auch von braunen Menschen bewohnet wird. In engerer Bedeutung und ohne Plural pflegte man ehedem Äthiopien nur Mohrenland zu nennen, welche Benennung aber wegen der Vieldeutigkeit des Wortes Mohr jetzt veraltet ist. S. 2. Mohr.
 
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Die Mohrenmütze, plur. die -n, eine Art Taucher oder vielmehr Sägeschnäbler, mit einem schwarzen Kopfe und Halse und einer oberhalb weißen Mütze, Serrator cucullatus Klein. S. 2. Mohr.
 
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Der Mohrenweitzen, des -s, plur. inus. S. Adelung Kuhweitzen.
 
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Die Mohrerde, S. Adelung Moorerde.
 
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Die Mohrhirse, plur. inus. eine Art des Honiggrases, welche unserer Hirse gleicht, in Syrien, Mauritanien und Indien einheimisch ist, und auch in Italien und der Schweiz als eine der ergiebigsten Getreidearten gebauet wird; Holcus Sorghum, H. saccharatus, H. Halepensis und H. bicolor L. Weil sie aus dem Lande der Mohren, d. i. aus Mauritanien und Indien, zu uns gebracht worden, daher sie richtiger Mohrenhirse heißen sollte.
 
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Mohrisch, adj. et adv. den Mohren gehörend, ihnen ähnlich; ein Beywort, welches jetzt wenig mehr gebraucht wird. Wenn man unter Mohren nördliche Afrikaner verstehet, so ist dafür jetzt Maurisch üblicher. S. 2. Mohr.

[Bd. 3, Sp. 264]



 
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Die Mohrmeise, plur. die -n. 1) In einigen Gegenden, ein Nahme der Mönchmeise, Aschmeise, Kothmeise oder Graumeise, Parus palustris L. Parus atricapillus Klein. welche auch das Mohrvögelchen genannt wird. Vermuthlich wegen ihres schwarzen Kopfes. 2) An andern Orten führet die lang geschwänzte Meise, welche auch Zahlmeise, Schwanzmeise, Pfannenstiel, Rietmeise, Bergmeise und Schneemeise heißt, Parus caudatus Klein. diesen Nahmen.

 

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