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Míttwóche bis Mixtūr (Bd. 3, Sp. 252 bis 253)
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Artikelverweis Die Míttwóche, plur. die -n, der Nahme des vierten oder mittelsten Tages in der Woche, welcher in vielen Gegenden nach einer mißverstandenen Analogie der übrigen Wochentage im männlichen Geschlechte der Mittwoch, des -es, oder gar der Mittwochen, des -s, lautet. Da indessen dieses Wort aus dem weiblichen Woche zusammen gesetzet ist, so ist der Mittwoch in aller Betrachtung unverzeihlich, auch wenn die erste Hälfte der Zusammensetzung das Hauptwort Mitte seyn sollte. Es ist heute Mittwoche. Die krumme Mittwoche, S. Adelung Grün. 2. 5). Auf die Frage wenn? nimmt dieses Wort vermittelst des adverbischen s die Gestalt eines Nebenwortes an, da denn zugleich das weibliche e wegfällt; Mittwochs, an der Mittwoche, so wie man auch sagt Montags, Dinstags u. s. f. Die Niedersachsen hängen dafür eine andere adverbische Endung -en an, Mittwochen, ob sie gleich bey den übrigen Wochentagen das s behalten.
   Anm. Bey dem Notker Mittauuecho. Es ist auf eben die Art zusammen gesetzt, wie Mittag, Mitternacht, Mittfasten und das Nieders. Mittsommer und Mittwinter. Bey den mehr nördlichen Völkern wird dieser Tag nach dem Gotte Odin, Wodan

[Bd. 3, Sp. 253]


oder Godan genannt; Schwed. Odensdag, Onsdag, Angels. Vodensdag, Engl. Wednesday. Selbst im Osnabrückischen heißt er daher noch Gohnsdag, und im Holländischen Woensdag.
 
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Die Mítursáche, plur. die -n, eine Ursache, welche zugleich neben andern Ursachen der Bewegungsgrund einer Sache ist, und welche so wohl von der Mittelsursache, als von der Nebenursache noch verschieden ist.
 
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Mitwandern, verb. reg. neutr. welches das Hülfswort seyn erfordert, mit einem andern zugleich, in Gesellschaft wandern. Daher die Mitwanderung.
 
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Die Mitweide, plur. die -n. 1) Das Recht, sein Vieh gemeinschaftlich auf des andern Grund und Boden weiden zu lassen; ohne Plural, S. Adelung Mittrieb. 2) Derjenige Grund und Boden, worauf man dieses Recht ausüben kann.
 
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Mitweiden, verb. reg. act. et neutr. welches im letztern Falle das Hülfswort haben bekommt, mit einem andern gemeinschaftlich weiden, und weiden lassen.
 
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Mitweinen, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, mit einem andern gemeinschaftlich weinen.
 
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Mitwirken, verb. reg. neutr. 1) Mit dem Hülfsworte haben, mit einem andern gemeinschaftlich wirken, seine Kraft zu wirken mit der wirkenden Kraft eines andern Dinges vereinigen. Er ließ sich nicht bewegen, zu dieser bösen Handlung mitzuwirken. Ingleichen, zu einem gemeinschaftlichen Zwecke wirken. Alles schien zu seinem Glücke mitzuwirken. 2) Wenn von Gott gesagt wird, daß er in den Geschöpfen mitwirke, so bedeutet es alsdann, die nöthigen Kräfte auf eine fortdauernde Art gewähren.
   So auch die Mitwirkung. Etwas durch seine Mitwirkung unterstützen. Keine moralische Handlung geschiehet ohne die Mitwirkung des Willens, Sonnenf.
 
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Das Mitwissen, des -s, plur. car. von der R. A. mit um etwas wissen, derjenige Zustand, da man gemeinschaftliche Wissenschaft oder Vorbewußt von etwas hat. Ich habe es mit Caji Mitwissen gethan. Das ist ohne mein Mitwissen geschehen. Nieders. Medeweten.
 
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Der Mitwohner, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Mitwohnerinn, in einigen Städten, ein Nahme der Beysassen oder Schutzverwandten, im Gegensatze der Bürger.
 
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Mitziehen, verb. irreg. act. et neutr. (S. Adelung Ziehen,) welches im letztern Falle das Hülfswort seyn erfordert, mit andern gemeinschaftlich, in Gesellschaft ziehen.
 
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Die Mixtūr, plur. die -en, aus dem Lat. Mixtura, einen vermischten Körper zu bezeichnen. In den Apotheken ist die Mixtur ein aus magenstärkenden Essenzen zusammen gesetztes Arzeneymittel. In den Orgeln ist die Mixtur eine Orgelstimme von vielen kleinen Pfeifen auf Einem Clavis, welche nur zur Verstärkung unter den Principal-Stimmen mitgespielet wird. Die Mixtur der Kupferstecher ist eine Mischung von Talg und Öhl, womit ein Ort der Platte wider das Scheidewasser gedecket wird.

 

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