Wörterbuchnetz
Grammatisch-Kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Mitteltrêffen bis Mittelzahn (Bd. 3, Sp. 249 bis 250)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Das Mitteltrêffen, des -s, plur. ut nom. sing. bey einem in Schlachtordnung gestellten Kriegsheere, der mittelste Theil des Hauptheeres, welcher sich zwischen den beyden Flügeln in der Mitte befindet. Ingleichen, der zwischen dem Vordertreffen und Hintertreffen befindliche Theil eines Heeres, welcher gleichfalls den vornehmsten Theil desselben ausmacht. Bey einigen Oberdeutschen Schriftstellern der Mittelhaufe, Schlachthaufe.
 
Artikelverweis 
Das Mítteltūch, des -es, plur. die -tǖcher, Tuch, oder ein Tuch von mittlerer Güte, Beschaffenheit oder Größe. Im Jagdwesen halten die Mitteltücher, deren es wieder hohe und schmale gibt, die Mitte zwischen den hohen Tüchern und zwischen den Lauftüchern, da sie denn collective auch der Mittelzeug genannt werden.
 
Artikelverweis 
Die Mittelursache, plur. die -n. 1) Eine wirkende Ursache, so fern sie von einer höhern zu Erreichung einer Absicht gebraucht wird; das Mittel, und wenn es eine Person ist, die Mittelsperson. 2) Eine Ursache oder Bewegungsgrund, welche sich zu der höchsten Ursache als ein Mittel verhält.
 
Artikelverweis 
Der Mittelwall, des -es, plur. die -wälle, im Festungsbaue, derjenige Theil eines Walles, welcher zwey Bollwerke mit einander verbindet, der zwischen zwey Bollwerken befindliche Wall; der Zwischenwall, und mit einem Französischen Kunstworte, die Courtine.
 
Artikelverweis 
Die Mittelwand, plur. die -wände, die zwischen den Außenwänden eines Gebäudes befindlichen Wände.
 
Artikelverweis 
Der Mittelwêg, des -es, plur. die -e, S. Adelung Mittelstraße.
 
Artikelverweis 
Der Mittelwêgerich, des -es, plur. inus. eine Art des Wegeriches von mittlerer Größe; Plantago media L.
 
Artikelverweis 
Das Mittelwêrrig, des -es, plur. inus. verderbt Mittelwerk, im Flachsbaue, dasjenige Werrig, welches die zweyte Hechel gibt, und welches eigentlich Heede ist.

[Bd. 3, Sp. 250]



 
Artikelverweis 
Der Mittelwind, des -es, plur. die -e, ein zwischen zwey Hauptwinden befindlicher Wind, der Zwischenwind, dergleichen Nordost, Nordwest, Südost und Südwest sind; zum Unterschiede von den Haupt- und Nebenwinden.
 
Artikelverweis 
Das Mittelwort, des -es, plur. die -wörter. 1) In der Sprachkunst, eine Art Wörter, welche zwischen den Zeitwörtern und zwischen den Nennwörtern das Mittel halten, von mittlerer Beschaffenheit sind, Beywörter, welche die Nebenbedeutung der Zeit haben, und von Zeitwörtern herkommen; Lat. Participium. Ruodepert, ein Oberdeutscher des 9ten Jahrhundertes, übersetzte das Latein. Participium sehr buchstäblich durch Teilnemunga. 2) Zuweilen auch ein Wort, welches der Intension, der Bedeutung, der Würde nach u. s. f. zwischen zwey andern das Mittel hält. So kann man sagen, ermahnen ist ein Mittelwort zwischen bitten und befehlen. 3) In der Moral, ein Wort, so fern es eine gleichgültige Sache bezeichnet, eine Sache, welche an sich weder gut noch böse ist; Vocabulum μεσον.
 
Artikelverweis 
Der Mittelzahn, des -es, plur. die -zähne, bey den Füllen, diejenigen Zähne, welche sie im 31/2 Jahre anstatt der Vorschieber bekommen. Auch die zwischen den Zangen, oder zwey vordern Zähnen, und zwischen den Eckzähnen der erwachsenen Pferde in der Mitte befindlichen Zähne werden Mittelzähne genannt.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: