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Mittelstein bis Mittelwand (Bd. 3, Sp. 249)
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Artikelverweis Der Mittelstein, des -es, plur. inus. im Hüttenbaue, der rohe noch ein Mahl durchgestochene und geschmelzte Stein, welcher bey Schmelzung der Kupfererze erhalten, und nachmahls im Rösten wiederum fünf Mahl zugebrannt wird.
 
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Die Mittelstimme, plur. die -n, in der Musik, die zwischen dem Discante und dem Basse befindlichen Stimmen, dergleichen der Alt und Tenor sind, von welchen jener die hohe und dieser die tiefe Mittelstimme genannt wird.
 
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Die Mittelstraße, plur. die -n, eigentlich die mittelste Straße unter dreyen, in welcher Bedeutung es aber nicht so üblich ist, als in der figürlichen, das Mittel zwischen zwey äußersten Graden zu bezeichnen; der Mittelweg, welches doch nicht so gebräuchlich ist. Der kluge Mann hält die Mittelstraße zwischen einem Verschwender und Knauser. Auf der Mittelstraße bleiben. Die Mittelstraße verlassen, sich von derselben entfernen.
 
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Der Míttelstrich, des -es, plur. die -e, ein von einigen Sprachlehrern empfohlnes Wort, das Signum Conjunctionis, d. i. denjenigen Strich zu bennenen, vermittelst dessen zwey zusammen gesetzte Wörter mit einander verbunden werden, z. B. Hof-Marschall, oder Hof=Marschall.
 
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Die Mitteltiefe, plur. von mehrern Arten, die -n, die mittelste Tiefe, die Tiefe in der Mitte eines Dinges. Die Mitteltiefe eines Fasses, welche auch die Spundtiefe genannt wird. Ingleichen die mittlere Tiefe, welche zwischen einer großen und geringern Tiefe in der Mitte ist.
 
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Die Mitteltinte, plur. die -n, bey den Mahlern, ein für Mittelfarbe übliches Wort, S. dasselbe.
 
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Das Mitteltrêffen, des -s, plur. ut nom. sing. bey einem in Schlachtordnung gestellten Kriegsheere, der mittelste Theil des Hauptheeres, welcher sich zwischen den beyden Flügeln in der Mitte befindet. Ingleichen, der zwischen dem Vordertreffen und Hintertreffen befindliche Theil eines Heeres, welcher gleichfalls den vornehmsten Theil desselben ausmacht. Bey einigen Oberdeutschen Schriftstellern der Mittelhaufe, Schlachthaufe.
 
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Das Mítteltūch, des -es, plur. die -tǖcher, Tuch, oder ein Tuch von mittlerer Güte, Beschaffenheit oder Größe. Im Jagdwesen halten die Mitteltücher, deren es wieder hohe und schmale gibt, die Mitte zwischen den hohen Tüchern und zwischen den Lauftüchern, da sie denn collective auch der Mittelzeug genannt werden.
 
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Die Mittelursache, plur. die -n. 1) Eine wirkende Ursache, so fern sie von einer höhern zu Erreichung einer Absicht gebraucht wird; das Mittel, und wenn es eine Person ist, die Mittelsperson. 2) Eine Ursache oder Bewegungsgrund, welche sich zu der höchsten Ursache als ein Mittel verhält.
 
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Der Mittelwall, des -es, plur. die -wälle, im Festungsbaue, derjenige Theil eines Walles, welcher zwey Bollwerke mit einander verbindet, der zwischen zwey Bollwerken befindliche Wall; der Zwischenwall, und mit einem Französischen Kunstworte, die Courtine.
 
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Die Mittelwand, plur. die -wände, die zwischen den Außenwänden eines Gebäudes befindlichen Wände.

 

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