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Mittelst bis Mitteltrêffen (Bd. 3, Sp. 248 bis 249)
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Artikelverweis  Mittelst, adv. welches nur noch hin und wieder im gemeinen Leben für das gebräuchlichere vermittelst üblich ist, für durch das Mittel, durch Hülfe, mit Hülfe. Mittelst einer Leiter auf das Dach steigen. Mittelst göttlicher Hülfe. S. Adelung Vermittelst. In immittelst bedeutet es indessen, S. dieses Wort. Mittelst scheinet für mittels zu stehen.
 
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Mittelste, adj. welches in der adverbischen Form nicht üblich ist, S. das Beywort Mittel.
 
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Der Mittelstand, des -es, plur. inus. der mittlere Zustand einer Person, besonders in Ansehung des Vermögens und des bürgerlichen Ranges, derjenige Stand, welcher zwischen reich und arm, zwischen vornehm und geringe in der Mitte ist.

[Bd. 3, Sp. 249]



 
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Der Mittelstêg, des -es, plur. die -e, der mittelste Steg. Bey den Buchdruckern ist es der breiteste Steg in den meisten Formaten, in der Mitte der Form der Länge nach.
 
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Der Mittelstein, des -es, plur. inus. im Hüttenbaue, der rohe noch ein Mahl durchgestochene und geschmelzte Stein, welcher bey Schmelzung der Kupfererze erhalten, und nachmahls im Rösten wiederum fünf Mahl zugebrannt wird.
 
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Die Mittelstimme, plur. die -n, in der Musik, die zwischen dem Discante und dem Basse befindlichen Stimmen, dergleichen der Alt und Tenor sind, von welchen jener die hohe und dieser die tiefe Mittelstimme genannt wird.
 
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Die Mittelstraße, plur. die -n, eigentlich die mittelste Straße unter dreyen, in welcher Bedeutung es aber nicht so üblich ist, als in der figürlichen, das Mittel zwischen zwey äußersten Graden zu bezeichnen; der Mittelweg, welches doch nicht so gebräuchlich ist. Der kluge Mann hält die Mittelstraße zwischen einem Verschwender und Knauser. Auf der Mittelstraße bleiben. Die Mittelstraße verlassen, sich von derselben entfernen.
 
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Der Míttelstrich, des -es, plur. die -e, ein von einigen Sprachlehrern empfohlnes Wort, das Signum Conjunctionis, d. i. denjenigen Strich zu bennenen, vermittelst dessen zwey zusammen gesetzte Wörter mit einander verbunden werden, z. B. Hof-Marschall, oder Hof=Marschall.
 
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Die Mitteltiefe, plur. von mehrern Arten, die -n, die mittelste Tiefe, die Tiefe in der Mitte eines Dinges. Die Mitteltiefe eines Fasses, welche auch die Spundtiefe genannt wird. Ingleichen die mittlere Tiefe, welche zwischen einer großen und geringern Tiefe in der Mitte ist.
 
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Die Mitteltinte, plur. die -n, bey den Mahlern, ein für Mittelfarbe übliches Wort, S. dasselbe.
 
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Das Mitteltrêffen, des -s, plur. ut nom. sing. bey einem in Schlachtordnung gestellten Kriegsheere, der mittelste Theil des Hauptheeres, welcher sich zwischen den beyden Flügeln in der Mitte befindet. Ingleichen, der zwischen dem Vordertreffen und Hintertreffen befindliche Theil eines Heeres, welcher gleichfalls den vornehmsten Theil desselben ausmacht. Bey einigen Oberdeutschen Schriftstellern der Mittelhaufe, Schlachthaufe.

 

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