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Mittelfinger bis Mittelgeige (Bd. 3, Sp. 245)
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Artikelverweis Der Mittelfinger, des -s, plur. ut nom. sing. der mittelste Finger an der Hand, welcher zugleich der längste ist, daher er im Nieders. Langeley heißt.
 
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Mittelfrey, adj. et adv. welches nur in dem Deutschen Staatsrechte üblich ist, für mittelbar frey. Die Mittelfreyen, solche Adelige, welche zwischen dem hohen und niedern Adel in der Mitte standen, und höherer Reichsstände Vasallen waren; im Gegensatze der Reichsfreyen.
 
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Der Mittelfries, des -es, plur. die -e, ein Fries, d. i. Verstäbung an den Kanonen, welcher sich in der Mitte zwischen dem Hinterfriese und Bodenfriese befindet.
 
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Die Mittelfurche, plur. die -n, in dem Feldbaue, eine Furche mitten in einem Stücke; zum Unterschiede von den Wechselfurchen.
 
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Der Míttelfūß, des -es, plur. die -füße, ein zwischen mehrern in der Mitte befindlicher Fuß. Ingleichen der mittlere Theil des menschlichen Fußes im engsten Verstande, welcher aus den fünf Beinen bestehet, welche die Zehen tragen; Metatarsus.
 
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Der Mittelgalopp, des -es, plur. inus. in der Reitkunst, ein aus dem Trabe und Galoppe zusammen gesetzter Gang des Pferdes, wobey das Pferd mit den Vorderfüßen trabt, und mit den Hinterfüßen galoppirt.
 
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Der Mittelgang, des -es, plur. die -gänge, ein zwischen andern in der Mitte befindlicher Gang. 1 Kön. 6, 8.
 
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Die Mittelgattung, plur. die -en, eine zwischen zwey andern in der Mitte befindliche Gattung, welche von beyden einige wesentliche Theile an sich hat, aber in andern wesentlichen Theilen auch von beyden verschieden ist. Die Mittelgattung der Zeitwörter, in der Sprachkunst, diejenige Gattung der Zeitwörter, welche zwischen den thätigen und leidenden in der Mitte stehet; Genus Neutrum. Ingleichen die mittlere Gattung, der Größe, Güte und andern Beschaffenheit nach; Nieders. Middelslag.
 
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Das Mittelgebirge, des -s, plur. ut nom. sing. im Bergbaue, dasjenige Gebirge, oder derjenige Theil eines Gebirges, welcher zwischen dem Vorgebirge und hohen Gebirge lieget, und zum Bergbaue am bequemsten ist.
 
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Mittelgedackt, adj. et adv. im Orgelbaue, S. Adelung Gedackt.
 
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Die Mittelgeige, plur. die -n, eine Geige, welche zwischen der gewöhnlichen Geige oder Violine, und der tiefen Geige, oder dem Violon, in der Mitte steht, und am gewöhnlichsten mit dem Italiänischen Nahmen Violoncello genannt wird.

[Bd. 3, Sp. 246]


 

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