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Mittelader bis Mittelbêrge (Bd. 3, Sp. 243 bis 244)
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Artikelverweis Die Mittelader, plur. die -n, bey einigen Zergliederern, diejenige Ader, welche unter dem halb Latein. Nahmen der Median-Ader am bekanntesten ist, S. Adelung Median.
 
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Das Mittelalter, des -s, plur. inus. das mittlere Alter, welches zwischen der Jugend und dem hohen Alter in der Mitte ist, das männliche Alter.
 
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Die Mittelänte, plur. die -n, eine Art wilder Änten von mittlerer Größe, wohin so wohl die Anas mediocris Klein. Βοσκαρ Aristot. als die so genannte Schnarränte, Anas strepera Klein. gehören, welche beyde den Nahmen der Mittelänten führen.
 
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Die Mittelart, plur. die -en, eine Art, welche zwischen zwey andern Arten in der Mitte ist, von beyden gleich weit entfernt ist, aber doch von beyden etwas merkliches an sich hat; eine Bastardart, S. dieses Wort. So sind die Maulesel eine Mittelart zwischen den Pferden und Eseln.
 
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Das Mittelband, des -es, plur. die -bänder, ein in der Mitte befindliches Band. An den Dreschflegeln ist das Mittelband, ein ledernes Band, vermittelst dessen die an dem Flegel und der Ruthe befindlichen Kappen verbunden werden. An dem groben Geschütze ist es ein Band oder Gürtel zwischen dem hintern Friese und dem Stabe des Mundstückes, welches auch der Mittelgürtel heißt.

[Bd. 3, Sp. 244]



 
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Mittelbar, -er, -ste, adj. et adv. 1) Was durch Mittel, d. i. durch gebrauchte wirkende Ursachen, ist oder geschiehet, die wirkende Ursache sey nun eine Person oder Sache; im Gegensatze des unmittelbar. Die mittelbare Hülfe Gottes, zu deren Erweisung sich Gott anderer Personen oder Dinge als wirkender Ursachen bedienet. 2) In weiterer Bedeutung. Mittelbare Reichsstände, welche höhern Reichsständen unterworfen sind, im Gegensatze der unmittelbaren, welche niemanden als dem Kaiser und Reiche unterworfen sind. Das folgt nur mittelbar daraus, durch Hülfe anderer daraus hergeleiteten Schlüsse. Der mittelbare Verstand einer Rede, welcher nicht so wohl durch die Worte, wie der unmittelbare Verstand, als vielmehr durch die mit den Worten bezeichneten Sachen hervor gebracht wird, und auch der figürliche, der geheime Verstand heißt.
 
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Die Mittelbarkeit, plur. inus. die Eigenschaft einer Sache, nach welcher sie mittelbar ist, in beyden Bedeutungen dieses Wortes.
 
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Der Mittelbaum, des -es, plur. die -bäume. 1) Ein Baum von mittlerer Größe. Im Forstwesen stehet der Mittelbaum zwischen einem angehenden Baume und zwischen einem Hauptbaume in der Mitte. 2) Ein in der Mitte befindlicher Baum.
 
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Der Mittelbegriff, des -es, plur. die -e, in der Logik, ein Begriff, welcher zwischen zwey andern verwandten Begriffen in der Mitte stehet, die Verbindung derselben ausmacht. Besonders wird bey den Schlüssen derjenige dritte Begriff, aus welchem die Verbindung des Subjectes und Prädicates mit dem Schlußsatze erweislich ist, und welchen die beyden Vordersätze mit einander gemein haben, der Mittelbegriff, und noch häufiger das Mittelglied, Lat. Medius Terminus, genannt.
 
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Das Mittelbein, des -es, plur. die -e, ein zwischen zwey andern in der Mitte befindliches Bein. So wird bey den Bienen das zweyte Paar Beine die Mittelbeine genannt.
 
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Die Mittelbêrge, sing. inus. im Bergbaue, in der Mitte zwischen zwey andern liegende Berge, d. i. Erd- oder Steinarten. In dem Hohensteinischen Flötzgebirge sind die Mittelberge ein schwarzer, gemeiniglich thoniger und am Gehalte armer Schiefer, welcher zwischen der Kammschale und dem Dache liegt.

 

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