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Mittagssonne bis Mittel (Bd. 3, Sp. 241 bis 242)
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Artikelverweis Die Mittagssonne, plur. car. der Schein oder Glanz der Sonne um die Mittagszeit; zum Unterschiede von der Morgen- und Abendsonne. Ein Zimmer hat die Mittagssonne, wenn die Strahlen der Sonne um die Mittagszeit in dasselbe fallen, d. i. wenn es gegen Mittag liegt. Ingleichen in der dichterischen Schreibart. Komm unter mein schattiges Dach, denn die Mittagssonne brennt schon, Geßn.
 
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Die Mittagsstunde, plur. die -n, die Stunde des Mittages oder um den Mittag, d. i. die Stunde von zwölf Uhr bis eins.
 
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Die Mittagstafel, S. Adelung Mittagsmahlzeit.
 
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Der Mittagsthau, des -es, plur. inus. Thau, welcher um die Mittagszeit fällt; zum Unterschiede von dem Morgen- und Abendthaue.
 
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Der Míttagstísch, des -es, plur. inus. die gewöhnliche Mittagsmahlzeit; doch nur in einigen Fällen. Den Mittagstisch bey jemanden haben, gewöhnlich bey ihm speisen. Die Woche zwey Thaler für seinen Mittagstisch bezahlen. Einen Mittagstisch halten, andere zu Mittage für Geld speisen.
 
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Die Mittagsuhr, plur. die -en, in der Gnomonik, eine Sonnenuhr, welche auf einer gegen Mittag gerichteten Fläche beschrieben wird; zum Unterschiede von einer Morgen-, Abend- und Mitternachtsuhr.
 
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Der Mittagswind, des -es, plur. die -e. 1) Ein Wind, welcher um die Mittagszeit wehet. Noch häufiger, 2) ein Wind, der aus Mittag kommt; der Südwind. Wir haben heute Mittagswind. Ein schwacher aus dieser Gegend des Himmels kommender Zug der Luft heißt die Mittagsluft.
 
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Der Mittagszirkel, des -s, plur. ut. nom. sing. S. Adelung Mittagsfläche.
 
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Mittagwärts, adv. gegen Mittag gelegen; südwärts, in der Schweiz sonnenhalb, auf der Sonnen Halbe oder Seite.
 
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Die Mitte, plur. doch nur von diesem Theile in mehrern Körpern, die -n, derjenige Theil, Punct, oder Linie eines Körpers, welcher von dessen Enden gleich weit entfernet ist. 1. Eigentlich. Die Mitte des Zirkels, des Hauses, des Gartens, des Feldes, der Leinwand u. s. f. In der Mitte stehen, seyn. Die Mitte

[Bd. 3, Sp. 242]


des Leibes. Etwas in der Mitte entzwey schneiden, brechen. In die Mitte des Weges treten. S. das Mittel und Mitten. 2. Figürlich. 1) Derjenige Grad der Beschaffenheit, welcher von zwey äußersten Graden gleich weit entfernet ist. Ich stehe in der Mitte zwischen Furcht und Hoffnung. 2) Einer aus unserer Mitte, einer von uns, aus unserer Gesellschaft.
   Anm. Im Nieders. Midde, bey dem Notker Mitti, bey dem Ulphilas Midja, im Schwed. Midt. Es ist das Abstractum, entweder von dem Vorworte mit, so fern es ehedem unter bedeutete, oder auch von dem veralteten Beyworte mitt, mitten, was in der Mitte ist, S. Adelung Mitten. Aus der zweyten figürlichen Bedeutung erhellet zugleich die nahe Verwandtschaft dieses Wortes und seiner Angehörigen mit 4. Matz, 4. Matte, Materie, Masse und andern Wörtern dieser Art, welche eine Verbindung bezeichnen, wenn nicht Mitte in dieser Bedeutung vielmehr unmittelbar davon abstammet. S. das Mittel.
 
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Mittel, -er, -ste, adj. et adv. was in der Mitte ist, sich in der Mitte befindet; ein altes zum Theil veraltetes Wort. Die erste Stufe, mittel, ist für sich allein veraltet, und nur in einigen Zusammensetzungen üblich, S. die folgenden Wörter. Noch bey dem Willeram ist daz mittelode der mittlere Theil. Der Comparativ mitteler scheinet noch in unserm mittler in der positiven Bedeutung vorhanden zu seyn, obgleich dieses richtiger als ein eigenes Beywort angesehen wird. Nur der Superlativ ist noch gangbar und zwar auch nur als ein Positiv, von einem Dinge, welches zwischen zwey andern in der Mitte ist. Das mittelste Buch, welches zwischen zwey andern in der Mitte liegt, das mittlere. Der mittelste Theil, der mittlere. S. Mittelst.

 

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