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Mitgesell bis Mitknêcht (Bd. 3, Sp. 237 bis 238)
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Artikelverweis Der Mitgesell, des -en, plur. die -en, Fämin. die Mitgesellinn, eine Person, welche mit einer andern in gleicher Gesellschaft, oder in gleichen Umständen stehet. Die Mönche sehen niemanden als ihre Mitgesellen, Zimmerm. In der anständigen Schreibart gebraucht man dafür doch lieber das gleichbedeutende Mitgenoß.
 
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Die Mitgift, plur. die -en, S. Adelung Mitgabe.
 
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Das Mitglied, des -es, plur. die -er, eigentlich ein Theil, so fern derselbe mit andern ein gemeinschaftliches Glied eines und eben desselben Körpers ist, ein Glied im allgemeinsten Verhältniß gegen die übrigen Glieder; doch nur noch in figürlichem Verstande, eine Person, welche mit einer andern in einer und eben derselben Gesellschaft lebet. Ein Mitglied der ehelichen Gesellschaft, einer gelehrten Gesellschaft, einer Handlungsgesellschaft, der menschlichen Gesellschaft u. s. f. Im mittlern Lat. Commembris. Oft würde das einfache Glied eben das sagen; z. B. die Glieder der gelehrten Gesellschaft kommen heute zusammen. Indessen ist doch das zusammen gesetzte in diesem und ähnlichen Fällen beynahe üblicher geworden.
 
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Mithalten, verb. irreg. act. S. Adelung Halten, mit einem andern zugleich, gemeinschaftlich halten. Besonders in einigen figürlichen Bedeutungen. Eines Partey mithalten, sie nebst andern halten. Einen Schmaus mithalten, Theil an demselben und an dessen Kosten nehmen. Ein Fest mithalten, es nebst andern feyern. Mithalten, in einigen Spielen, gleichfalls auf eine Karte halten, nebst andern darauf biethen.
 
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Der Mithêlfer, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin. die Mithelferinn, eine Person, welche mit andern gemeinschaftlich hilft, und welche von einem Gehülfen noch verschieden ist. 2. Cor. 6, 1; 3 Macc. 2, 24.
 
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Mithn, ein nur im gemeinen Leben und in den Kanzelleyen übliches Bindewort für folglich, welches so neu nicht ist, als Frisch behauptet, ob es gleich in der anständigen Schreib- und Sprechart nur selten vorkommt.
 
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Der Mithridāt, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, eine sehr alte aus vielen Kräutern und andern Mitteln zusammen gesetzte Arzeney wider das Gift, so wohl bey Menschen als Thieren; und in weiterer Bedeutung oft eine jede wider das Gift kräftige Arzeney. Von dem Könige Mithridates, welcher durch eine häufige Genießung einer solchen Arzeney alle Arten des Giftes ohne Schaden soll haben vertragen können. Siehe Theriak.
 
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Die Mtjāgd, plur. inus. das Recht, die Jagd mit einem andern gemeinschaftlich zu genießen; das Mitjagen, die Koppeljagd.
 
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Mitklagen, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, mit einem andern gemeinschaftlich klagen.

[Bd. 3, Sp. 238]



 
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Der Mitkläger, des -s, plur. ut nom. sing. Fämin die Mitklägerinn, in engerer Bedeutung des Zeitwortes klagen, eine Person, welche mit einer andern gemeinschaftlich vor Gericht klaget.
 
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Der Mitknêcht, des -es, plur. die -e, derjenige, welcher mit einem andern zugleich und in dessen Gesellschaft ein Knecht ist. Da ging derselbe Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, Matth. 18, 28.

 

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