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Mistfink bis Mistkäfer (Bd. 3, Sp. 230)
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Artikelverweis Der Mistfink, des -en, plur. die -en, im gemeinen Leben, eine figürliche Benennung einer unreinlichen, schmutzigen Person beyderley Geschlechtes, welche man auch wohl einen Misthammel zu nennen pflegt.
 
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Die Mistfliege, plur. die -n, eine Art Fliegen, welche sich gern auf den Misthaufen aufhalten; Musca fimetaria L.
 
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Die Mistforke, plur. die -n, S. Adelung Mistgabel.
 
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Die Mistfuhre, plur. die -n, in der Landwirthschaft, eine Fuhre, so fern damit der Mist auf die Äcker geschaffet wird. Zuweilen auch von der Zeit, zu welcher der Mist auf die Äcker geführet wird. Die erste Mistfuhre fällt in den Junius, die zweyte in den August u. s. f.
 
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Die Mistgabel, plur. die -n, eben daselbst eine große dreyzinkige Gabel mit einem hölzernen Stiele, den Mist oder Dünger damit aufzufassen, aufzuladen u. s. f. in Niedersachsen die Mistforke, Grepe. Schon in dem Schwabenspiegel Mistgabel.
 
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Die Mistgauche, plur. doch nur von mehrern Arten, die -n, die Gauche von dem Miste, d. i. das von dem Miste zusammen gelaufene Wasser; das Mistwasser, in einigen Gegenden die Mistgalle, die Mistgällen.
 
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Die Mistgrube, plur. die -n, eine Grube, in welcher der Mist gesammelt wird, damit er faule und zur Düngung geschickt werde. Ingleichen die Grube in den Häusern, in welche die heimlichen Gemächer gehen.
 
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Der Misthaken, des -s, plur. ut nom. sing. eben daselbst, ein zweyzackiger Haken an einem hölzernen Stiele, den Mist damit auf dem Felde von dem Wagen abzuziehen.
 
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Der Misthammel, des -s, plur. die -hämmel, siehe Mistfink.
 
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Der Misthaufen, des -s, plur. ut nom. sing. in Gestalt eines Haufens auf einander gelegter Mist; Nieders. Meßhoope, Meßfaal, von Faal, ein Haufe.
 
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Der Mistkäfer, des -s, plur. ut nom. sing. eine jede Art Käfer, welche sich in dem Miste, d. i. dem Auswurfe der Menschen und Thiere aufhält. Der schwarze Mistkäfer, Scarabaeus Stercorarius L. Roßkäfer, Dreckkäfer. In Niedersachsen heißt er Scharnwevel, von Scharn, Mist, Koth, Gohr, und Wevel, ein Käfer; Schwed. Tordyfwel. Er hat einen unbewehrten Kopf und Brustschild, und ist gemeiniglich ganz mit Milben

[Bd. 3, Sp. 231]


besäet. Auch eine Art Speckkäfer, welche auf den Straßen in dem Pferdemiste wohnet, Dermestes stercoreus L. ist im gemeinen Leben unter dem Nahmen des Mistkäfers bekannt.

 

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