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Mßthun bis Mißvergnügt (Bd. 3, Sp. 227)
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Artikelverweis * Mßthun, verb. irreg. neutr. (S. Adelung Thun,) welches das Hülfswort haben erfordert, übel thun, unbillig handeln, und in engerer Bedeutung, wider ein Gesetz handeln, mißhandeln; ein im Hochdeutschen ungewöhnliches Wort.
   Wa neme si so boesen rat
   Das si an mir missetete,
   Reinmar der Alte. Wir haben gesündiget und mißgethan, 1 Kön. 7, 8; 2 Chron. 6, 37. Bey dem Ottfried missiduan, im Nieders. misdoon. S. Adelung Missethat, welches noch davon übrig ist.
 
Artikelverweis Der
Mißton, des -es, plur. die -töne, ein falscher, fehlerhafter Ton. Kein Mißton stört die süße Harmonie, Geßn.
 
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Mßtönen, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, einen Mißton von sich geben. Mittelw. mißgetönt. Die Musik der Instrumente ward mir ein mißtönendes Geräusch, Weiße.
 
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Mißtrāuen, verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert, und der Gegensatz von trauen oder vertrauen ist, an der guten Beschaffenheit einer Person oder Sache zweifeln. Mittelw. mißtrauet. Wie sollte ich einem solchen Herzen mißtrauen? Dusch. Indessen kommt es seltener vor, als die R. A. ein Mißtrauen in etwas setzen. Bey dem Ottfried missidruen, bey den Schwäbischen Dichtern missetrowen, Nieders. waantrouen, mislove.
 
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Das Mißtrauen, des -s, plur. car. der Zweifel an der guten Beschaffenheit einer Person oder Sache, und der Zustand, da man solche Zweifel hat. Ein Mißtrauen in etwas setzen. Ein Mißtrauen hegen. Das edle Mißtrauen gegen uns selbst, zu dem uns die Freundschaft mit sanfter Hand führen will, Gell. Setzen sie ein Mißtrauen in meine Worte? Niedersächs. Waantroue.
 
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Mißtrauisch, -er, -te, adj. et adv. Mißtrauen habend, hegend, und darin gegründet. Ein mißtrauischer Mensch. Ein mißtrauisches Betragen. Gegen sein eigenes Herz mißtrauisch seyn. Nieders. waantrouig und waantrouisk.
 
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Mßtrêten, verb. irreg. neutr. (S. Adelung Treten,) welches das Hülfswort seyn bekommt, fehl treten, vorbey treten. Mittelw. mißgetreten. S. Mißtritt.
 
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* Die Mißtreue, plur. car. die Untreue, der Mangel der Treue; ein im Hochdeutschen ungewöhnliches Wort, welches noch bey dem Opitz vorkommt.
 
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Der Mißtritt, des -es, plur. die -e, ein verfehlter, falscher Tritt, ein Fehltritt. Ein Mißtritt thun. In weiterer Bedeutung wird auch wohl ein jeder Fehler, ein jedes Versehen, ein Mißtritt genannt.
 
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Das Mißvergnügen, des -s, plur. inus. die überwiegende Unlust an oder über eine Sache; im Gegensatze des Vergnügens. Ein Mißvergnügen an oder über etwas empfinden. Jemanden den viel Mißvergnügen machen.
 
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Mißvergnügt, -er, -este, adj. et adv. überwiegende Unlust empfindend, und darin gegründet; im Gegensatze des vergnügt. Mißvergnügt seyn. Über etwas mißvergnügt seyn. Ein immer mißvergnügtes Gemüth.

 

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