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Milchen bis Milchgefǟß (Bd. 3, Sp. 206 bis 207)
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Artikelverweis * Milchen, adj. et adv. welches für melk bey denjenigen Hochdeutschen üblich ist, welchen dieses Wort zu Niedersächsisch klingt. Milchen werden. Milchenes Vieh. Wofür einige auch fälschlich milchend sagen, indem dieses Mittelwort ein Neutrum milchen, Milch geben, voraus setzt, welches doch nicht vorhanden ist. Auch das Zeitwort melken wird von einigen milchen geschrieben und gesprochen, die aber doch alsdann auch im Imperf. ich molk, und im Mittelworte gemolken sagen müssen. Siehe Melken.

[Bd. 3, Sp. 207]



 
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Der Milcher, des -s, plur. ut nom. sing. ein Fisch männlichen Geschlechtes, wegen seines der Milch ähnlichen Samens, der Milchner, in einigen Gegenden auch Milchling, der Leimer; im Gegensatze des Rogeners, oder eines Fisches weiblichen Geschlechtes. Nieders. Milter, Engl. Milter, Dän. Hanfisk.
 
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Die Milchfarbe, plur. inus. die weiße, mit ein wenig Blau vermischte und der Farbe der Milch ähnliche Farbe.
 
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Milchfarben, adj. et adv. diese Farbe habend; milchfarbig, milchweiß.
 
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Das Milchfßchen, des -s, plur. ut nom. sing. S. Adelung Milchglöckchen.
 
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Das Milchfieber, des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. bey den Ärzten, ein Fieber säugender Personen, welches von verdorbener oder überflüssiger Milch herrühret; Febris lactea.
 
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Das Milchfleisch, des -es, plur. inus. in einigen Gegenden, ein Nahme der milden, weichen, saftigen Brustdrüsen an den jungen Kälbern, welche auch das Milchstück, ingleichen die Kalbsmilch genannt werden. S. Adelung Brustdrüse.
 
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Der Milchflor, des -es, plur. von mehrern Arten, die -e, eine Art zarten Flores von allen Farben, der, wenn er weiß ist, wie Milch aussiehet.
 
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Die Milchfrau, plur. die -en, eine Frau, welche Milch verkauft, mit Milch handelt; in der harten Sprechart, das Milchweib.
 
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Das Milchfriesel, des -s, plur. ut nom. sing. das weiße Friesel der Sechswöchnerinnen, S. Adelung Friesel.
 
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Das Milchgefǟß, des -es, plur. die -e, ein jedes Gefäß, welches vornehmlich zur Aufbewahrung der Milch bestimmt ist. In der Anatomie sind es kleine Gefäße in den Gedärmen, welche den Nahrungssaft in Gestalt einer Milch aus der verdaueten Speise. saugen, und sich endlich in das am Rückgrade befindliche Milchbehältniß (Cisterna lactea) ergießen, welches der Sammelplatz des ganzen Milchsaftes ist, aus welchem derselbe in das Blut geführet wird.

 

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