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Milchbaum bis Milchen (Bd. 3, Sp. 206)
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Artikelverweis Der Milchbaum, des -es, plur. die -bäume, in einigen Gegenden, ein Nahme der Rüster oder Lehne; Acer Platanoides L.
 
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Das Milchbehältniß, des -sses, plur. die -sse, S. Adelung Milchgefäß.
 
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Der Milchbrey, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, ein aus Milch und Mehl gekochter Brey; Milchmuß, Nieders. Melkmösken.
 
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Die Milchbrêzel, plur. die -n, bey den Bäckern, eine Art Brezeln, zu welchen der Teig mit Milch angemacht wird.
 
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Das Milchbrot, des -es, plur. die -e, Diminut. das Milchbrötchen, bey den Bäckern, eine Art Gebackenes in Gestalt eines Brotes oder Brötchens, wozu der Teig mit Milch angemacht wird.
 
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Der Milchbruder, des -s, plur. die -brüder. 1) Ein Bruder der Muttermilch nach, derjenige, welcher mit einer andern Person einerley Brüste gesogen hat, mit ihr von einer Amme gesäuget worden; Collactaneus. Die Milchschwester, eine solche Person weiblichen Geschlechtes. 2) Im gemeinen Scherze auch eine Person männlichen Geschlechtes, welche gern Milchspeisen isset; ein Milchbart, Milchmaul.
 
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Die Milchbrühe, plur. von mehrern Arten oder Quantitäten, die -n, eine Brühe von Milch. Bey den Weißgärbern wird die schwache Kalkbrühe, die abgehärten Felle darein zu legen, auch die gute Milchbrüche, Franz. Plein mort, genannt, zum Unterschiede von der frischen oder guten Kalkbrühe.
 
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Der Milchbrunnen, des -s, plur. ut nom. sing. in der Landwirthschaft, eine ausgegrabene Wassergrube in einem Milchkeller, die Milch im Sommer darin frisch zu erhalten.
 
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Die Milch-Cur, plur. die -en, die Cur, d. i. Heilung eines Kranken, vermittelst der Milch. Eine Milch-Cur gebrauchen.
 
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Der Milchdieb, des -es, plur. die -e, ein Nahme, welcher im gemeinen Leben den Schmetterlingen gegeben wird, wo sie auch Molkendiebe und Buttervögel heißen, S. Adelung Butterfliege.
 
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* Milchen, adj. et adv. welches für melk bey denjenigen Hochdeutschen üblich ist, welchen dieses Wort zu Niedersächsisch klingt. Milchen werden. Milchenes Vieh. Wofür einige auch fälschlich milchend sagen, indem dieses Mittelwort ein Neutrum milchen, Milch geben, voraus setzt, welches doch nicht vorhanden ist. Auch das Zeitwort melken wird von einigen milchen geschrieben und gesprochen, die aber doch alsdann auch im Imperf. ich molk, und im Mittelworte gemolken sagen müssen. Siehe Melken.

[Bd. 3, Sp. 207]


 

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