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Mếßzeit bis Metallurgīe (Bd. 3, Sp. 191 bis 192)
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Artikelverweis Die Mếßzeit, plur. die -en, von eben diesem Worte, die Zeit der Messe.
 
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Die Mêste, plur. die -n, ein nur in einigen Gegenden übliches Wort, eine Art von Gefäßen zu bezeichnen. In Thüringen und einigen andern Gegenden wird ein Salzfäßchen, so wie es auf den Tisch gesetzet wird, eine Meste oder Salzmeste genannt. In der Lausitz werden die Theerbutten Pechmesten oder nur Mesten schlechthin genannt. Im Forstwesen ist die Harzmeste ein von Fichtenrinde verfertigtes Verhältniß, worein die Harzscharrer das abgeschabte Harz sammeln. In Schlesien wird Meste oft von einer Schachtel gebraucht. Bey den Jägern einiger Gegenden sind die Stahrmesten ausgehöhlte Stöcke, welche aufgehänget werden, damit die Stahre darein nisten. In Frankfurt am Main sind Metze und Meste gleichbedeutende Wörter, und zugleich ein bestimmtes Maß körperlicher Dinge, welches die Hälfte eines Simmers ist. Aus allem erhellet, daß Meste, Metze, Muth, ein körperliches Maß, das Lat. Modius, und in gewissem Verstande auch Maß, sehr nahe verwandt sind, und insgesammt in der Bedeutung eines Gefäßes mit einander überein kommen. Im Böhm. ist Mäste eine Büchse, und im Gothischen Mes, und Pohln. Misa, eine Schüssel. S. Adelung Metze.
 
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Das Metáll, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e. 1. Überhaupt, ein aus seinem Erze geschiedener schwerer, glänzender mineralischer Körper, welcher sich im Feuer schmelzen und unter dem Hammer ausdehnen lässet. Edle Metalle, dergleichen Gold und Silber sind, im Gegensatze der unedlen, oder des Kupfers, Zinnes, Bleyes und Eisens. Ein Halbmetall, welches einige Eigenschaften der Metalle, aber nicht alle hat, wie das Quecksilber, der Zink, der Spießglaskönig u. s. f. Reines Metall, welches mit keinem andern Körper vermischet ist. Unvermischtes Metall, welches mit keinem Metalle anderer Art vermischt ist; im Gegensatze des vermischten. 2. In engerer Bedeutung. 1) In einigen Fällen führen die unedlen Metalle nur schlechthin diesen Nahmen, im Gegensatze der edlen. So wird das zu zarten Blättern geschlagene Messing, welches den Gold- und Silberblättern in der Farbe und Dünne gleicht, Metallgold und Metallsilber, oder auch nur Metall schlechthin genannt. 2) Noch häufiger sind unter dem Nahmen des Metalles verschiedene Arten vermischter Metalle bekannt. (a) Das Metall der Stückgießer ist ein Gemenge von Kupfer, Zinn und Messing. Das Glockengut oder die Glockenspeise, das Gießerz, die Bronze sind ähnliche Vermischungen, und werden daher im gemeinen Leben auch zuweilen Metall genannt. (b) Das Metall der Orgelhauer ist eine Mischung von zwey Theilen Zinn und Einem

[Bd. 3, Sp. 192]


Theile Bley, woraus diejenigen Pfeifen, welche nicht im Gesichte stehen, gegossen werden.
   Anm. Es stammet mit dem Lat. Metallum aus dem Griech. μεταλλον, dieß aber aus dem Hebr. 05de05d805d905dc, Metil, Metall, her. Eustathius und Plinius hatten die Grille, daß es von μετα und αλλος abstamme, ob sie gleich verschiedene Ursachen davon angeben. Es ist sehr wahrscheinlich, daß der Begriff der Masse, des Zusammenhanges, der Geschmeidigkeit, und Schwere, der Stammbegriff in diesem Worte ist, so daß es zu Materie, Masse, 2. und 4. Matz, und 4. Matte gehöret. Die Endsylbe -all, im Hebr. -il, kommt mit unserer Ableitungssylbe -el überein, ein Ding, Subject zu bezeichnen, so daß Metall ein zusammen hängendes, schweres, dehnbares Ding bedeutet. Im mittlern Lat. wurde daher Metallum auch für Materie gebraucht, so daß Metallum ligneum Zimmerholz bedeutet. Ohne Ableitungssylbe heißt Erz, oder vermischtes Metall im Pers. Mis, im Pohln. Meidz, und im Dalmat. Mido, dagegen im Böhm. Med Kupfer bedeutet. So fern Metall in manchen Fällen ein vermischtes Metall bedeutet, kann auch der verwandte Begriff der Mischung mit in Betrachtung kommen. S. Messing.
 
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Die Metállásche, plur. inus. ein zu Asche gebranntes Metall, S. Adelung Metall 1.
 
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Metállen, adj. et adv. aus Metall verfertiget, so wohl in der ersten weitern, als auch, und zwar noch häufiger, in der zweyten engern Bedeutung des Hauptwortes. Ein metallenes Bild. Metallene Kanonen, im Gegensatze der eisernen.
 
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Das Metállglas, des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, plur. die -gläser, ein aus Metall oder metallischen Körpern geschmelztes Glas, dergleichen z. B. die Fritte ist.
 
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Das Metállgold, des -es, plur. inus. S. Adelung Metall 2. 1).
 
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Metállisch, -er, -te, adj. et adv. dem Metalle ähnlich, Metall enthaltend. Ein metallischer Glanz, der dem Glanze der Metalle ähnlich ist. Metallischer Sand, Metall oder Erz enthaltend.
 
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Die Metállmutter, plur. die -mütter, in der Mineralogie, Erd- oder Steinarten, welche die Metalle bey ihrer Erzeugung in sich nehmen. Der Quarz, Spath, Thon, Kalkstein, Frauenglas u. s. f. sind solche Metallmütter, welche daher bey den Bergleuten freundliche Bergarten genannt werden.
 
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Der Metállschauer, des -s, plur. ut nom. sing. bey den Ärzten, ein abzehrendes Fieber nach einer ungeschickten Quecksilber-Cur.
 
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Die Metallurgīe, (viersylbig,) plur. die -n, (fünfsylbig,) aus dem Griech. und Lat. Metallurgia, diejenige Wissenschaft, welche die Erze der Metalle und Halbmetalle aufsuchen, von ihrem Geburtsorte absondern, auf die Oberfläche der Erde schaffen und in gutes Metall oder Halbmetall verwandeln lehret; ohne Plural. Sie ist der wichtigste und vornehmste Theil der Bergwerkswissenschaft. Ingleichen ein Buch, worin diese Wissenschaft gelehret wird. Daher metallúrgisch, in derselben gegründet, zu derselben gehörig, der Metallurgíst, der dieselbe verstehet.

 

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