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Mêssingplatte bis Mêßopfer (Bd. 3, Sp. 189 bis 190)
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Artikelverweis Die Mêssingplatte, plur. die -n, eine messingene Platte, ein Stück Messing in Gestalt einer Platte.
 
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Der Mêssingschaber, des -s, plur. ut nom. sing. auf den Messinghämmern, diejenigen Arbeiter, welche das geschlagene

[Bd. 3, Sp. 190]


Messingblech mit dem Schabeisen und vermittelst einer gewissen Beitze hell und glänzend machen.
 
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Der Mêssingschläger, des -s, plur. ut nom. sing. eben daselbst, ein Arbeiter, welcher das von den Messingschneidern in Zainen gesägte Messing unter dem Hammer zu Blech treiben lässet.
 
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Der Mêssingschmid, des -es, plur. die -schmiede, ein Handwerker, welcher allerley Arbeit aus Messing verfertiget, doch dasselbe nur kalt mit dem Hammer bearbeitet; daher er an einigen Orten auch Kaltschmid genannt wird.
 
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Der Mêssingschneider, des -s, plur. ut nom. sing. auf den Messinghämmern, ein Arbeiter, welcher das in Platten gegossene Messing zu Zainen schneidet oder säget, damit der Messingschläger dieselbe zu Blech verarbeiten könne.
 
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Die Mếßkanne, plur. die -n, ein Gefäß, welches eine Kanne hält, so fern es zum Maße flüssiger und trockner Dinge gebraucht wird; von dem Zeitworte messen.
 
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Die Mếßkêtte, plur. die -n, von eben diesem Zeitworte, eine in Ruthen, Schuhe u. s. f. getheilte Kette, die Linien auf dem Felde damit zu messen; die Meßschnur, wenn man sich statt derselben einer Schnur bedienet, der Meßriemen, wenn es ein solcher Riemen ist.
 
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Das Mếßkorn, des -es, plur. car. von Messe 1. in einigen, besonders katholischen Gegenden, dasjenige Korn oder Getreide, welches die mit Ackerbau versehenen Landleute dem Pfarrer für den Gottesdienst, von welchem die Messe für den wesentlichsten Theil gehalten wird, jährlich entrichten müssen. Es ist unter diesem Nahmen auch noch in einigen evangelischen Gegenden üblich. In andern heißt es das Zehentkorn, Zinskorn, Sendkorn u. s. f. Im mittlern Lat. Annona missalis.
 
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Die Mếßkunst, plur. car. von dem Zeitworte messen, die Wissenschaft, nicht nur alle Entfernungen, Weiten, Höhen und Tiefen, besonders auf der Oberfläche der Erde auszumessen, sondern auch Theile dieser Oberfläche in Grund zu legen und auf das Feld abzustecken, welche Wissenschaft ein Theil der praktischen Geometrie ist; die Feldmeßkunst, bey ältern Schriftstellern die Maßkunst. Die Meßkunde bezeichnet nur die Kunde oder Kenntniß, oder den Inbegriff der hierher gehörigen klaren und deutlichen Vorstellungen, S. die Kunde und Kunst.
 
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Der Mêßner, des -s, plur. ut nom. sing. dessen Gattinn die Meßnerinn, von Messe 1. in einigen, besonders katholischen Gegenden, ein Kirchenbedienter, welcher das Meßgeräth in seiner Verwahrung hat, und in andern der Kirchner, Küster, Sacristaner u. s. f. genannt wird. Schon im Schwabenspiegel Mesner.
 
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Das Mêßopfer, des -s, plur. ut nom. sing. von Messe 1. in der Römischen Kirche, die Haltung der Messe, so fern sie als ein unblutiges Opfer, oder als eine wiederhohlte unblutige Aufopferung Christi betrachtet wird. Bey dem Notker ist Missopher in einem andern Verstande dasjenige, was bey dem Genusse des Abendmahles auf dem Altare geopfert, d. i. geschenket wird.

 

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