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Mêsserhêft bis Mếßfreyheit (Bd. 3, Sp. 187)
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Artikelverweis Das Mêsserhêft, des -es, plur. die -e, das Heft an einem Messer, wobey man dasselbe angreift und handhabet.
 
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Die Mêsserklinge, plur. die -n, die Klinge, d. i. der schneidende Theil eines Messers, oder an einem Messer; Nieders. das Lämmel, Holländ. Lämmer, nach dem Lat. Lamina.
 
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Der Mêsserlohn, des -es, plur. doch nur im gemeinen Leben von mehrern Summen, die -löhne, der Lohn, welchen der Messer für das Messen bekommt; das Meßgeld, Nieders. Metelgeld. S. 1. Messer.
 
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Die Mêsserschale, plur. die -n, eine von den zwey Hälften, woraus das Heft an einem Messer bestehet.
 
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Mêsserscharf, adj. et adv. so scharf, wie ein Messer. Bey den Schlössern werden die dreyeckigen Feilen messerscharfe Feilen genannt.
 
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Die Mêsserscheide, plur. die -n, die Scheide zu einem Messer.
 
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Der Mêsserschmid, des -s, plur. die -schmiede, ein Schmid, welcher nur allein, oder doch hauptsächlich Messer- und Gabelklingen verfertiget; im Oberd. Messerer, Nieders. Mestmaker.
 
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Die Mêsserspitze, plur. die -n, die Spitze an einem Messer. Ingleichen, so viel, als man mit derselben fassen kann. Eine Messerspitze Salz, Pulver u. s. f. Eine Messerspitze voll.
 
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Die Mếßfahne, plur. die -n, von dem Zeitworte messen, eine Fahne an einer langen Stange, dergleichen sich die Feldmesser bedienen.
 
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Das Mếßfáß, des -sses, plur. die -fässer, von eben diesem Zeitworte, ein Faß, gewisse Dinge damit zu messen. So ist in der Lausitz das Meßfaß ein Maß, wornach bey Ausfischung der Teiche die Speisefische verkauft werden, und welches ein Dresdner Viertel hält.
 
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Die Mếßfreyheit, plur. die -en, von Messe 2. 1) Die einem Orte ertheilte Freyheit, eine Messe haben zu dürfen. Einer Stadt die Meßfreyheit ertheilen. 2) Die einem Orte oder den die Messe besuchenden Personen während derselben und zum Behufe derselben bewilligten Freyheiten.

 

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