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Mêrle bis Mếßbūch (Bd. 3, Sp. 184)
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Artikelverweis Die Mêrle, plur. die -n. 1) Eine im Oberdeutschen übliche Benennung der Amsel, welche mit dem Latein. Merula überein kommt, und in einigen Gegenden auch im männlichen Geschlechte der Merl lautet.
   Ich horte ein merlikin wol singen
   Das mih duhte der sumer wolte entstan,
   Hr. Ulrich. von Guotenburg.
   So verniuuuet offenbere
   Diu merlin ir sanc,
   Diu uns bringent libiu mere,
   Heinrich von Veldig. 2) Eine kleine der Amsel ähnliche Art Falken von aschgrauer Farbe, welche sehr gelehrig ist, und zum Lerchenfange gebraucht wird; Falco Aesalon Klein. In andern Gegenden mit vorgesetztem Zischlaute das Schmerlein, Schmierlein, Franz. Emerillon, Ital. Smeriglione.
 
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Merode, S. Adelung Marode.
 
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Die Mêrthe, S. Adelung Mährte.
 
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Der Mêrz, S. Adelung März.
 
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Mêrzen, S. Adelung Ausmerzen.
 
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Das Mêrzschaf, des -es, plur. die -e, in der Landwirthschaft, Schafe welche ausgemerzet worden, S. dieses Wort. So auch das Merzvieh, des -es, plur. car. ausgemerztes Vieh.
 
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Die Mêspel, S. Adelung Mispel.
 
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Das Méßamt, des -es, plur. die -ämter, in der Römischen Kirche, die Haltung der Messe, als ein Amt, d. i. eine feyerliche gottesdienstliche Handlung betrachtet, welche am häufigsten die Messe schlechthin genannt wird.
 
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Mếßbar, -er, -ste, adj. et adv. von dem Zeitworte messen, was gemessen werden kann. Daher die Meßbarkeit.
 
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Der Mêßbrief, des -es, plur. die -e. 1) Von Messe, ein großer Jahrmarkt, bey den Kaufleuten, ein auf eine gewisse Messe gestellter Wechselbrief, ein Wechselbrief, welcher in und auf einer Messe zahlbar ist. 2) Von dem Zeitworte messen, in den Seestädten, ein obrigkeitliches Zeugniß von der Größe und dem Raume eines Schiffes.
 
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Das Mếßbūch, des -es, plur. die -bǖcher. 1) Von Messe, Missa, in der Römischen Kirche, ein gottesdienstliches Buch, worin die bey den Messen üblichen Feyerlichkeiten vorgeschrieben sind; Missale. 2) Von Messe, ein großer Markt, ein Handlungsbuch der Kaufleute, in welches sie ihre Meßgeschäfte einzutragen pflegen.

 

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