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Mêrkzeichen bis Mếßbar (Bd. 3, Sp. 183 bis 184)
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Artikelverweis Das Mêrkzeichen, des -s, plur. ut nom. sing. in der ersten figürlichen Bedeutung des Zeitwortes merken, ein Zeichen, woraus man die Gegenwart einer Sache oder Veränderung schließet; wofür doch Merkmahl üblicher ist. Ingleichen in der dritten Bedeutung, ein Zeichen, eine Sache vermittelst desselben zu merken, d. i. im Gedächtnisse zu behalten, oder sich derselben wieder zu erinnern. Sich ein Merkzeichen machen.
 
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Der Mêrlan, des -es, plur. die -e, in einigen Gegenden, ein Nahme des Meerhechtes, Gadus Merlucius L. wenn es nicht vielmehr der verwandte Witling oder Weißfisch, Gadus Merlangus, ist. Im Franz. ist Merlan, oder Moruë, im

[Bd. 3, Sp. 184]


mittlern Lat. Merluus, der gleichfalls verwandte Stockfisch oder Rabliau, Gadus Morhua.
 
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Die Mêrle, plur. die -n. 1) Eine im Oberdeutschen übliche Benennung der Amsel, welche mit dem Latein. Merula überein kommt, und in einigen Gegenden auch im männlichen Geschlechte der Merl lautet.
   Ich horte ein merlikin wol singen
   Das mih duhte der sumer wolte entstan,
   Hr. Ulrich. von Guotenburg.
   So verniuuuet offenbere
   Diu merlin ir sanc,
   Diu uns bringent libiu mere,
   Heinrich von Veldig. 2) Eine kleine der Amsel ähnliche Art Falken von aschgrauer Farbe, welche sehr gelehrig ist, und zum Lerchenfange gebraucht wird; Falco Aesalon Klein. In andern Gegenden mit vorgesetztem Zischlaute das Schmerlein, Schmierlein, Franz. Emerillon, Ital. Smeriglione.
 
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Merode, S. Adelung Marode.
 
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Die Mêrthe, S. Adelung Mährte.
 
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Der Mêrz, S. Adelung März.
 
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Mêrzen, S. Adelung Ausmerzen.
 
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Das Mêrzschaf, des -es, plur. die -e, in der Landwirthschaft, Schafe welche ausgemerzet worden, S. dieses Wort. So auch das Merzvieh, des -es, plur. car. ausgemerztes Vieh.
 
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Die Mêspel, S. Adelung Mispel.
 
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Das Méßamt, des -es, plur. die -ämter, in der Römischen Kirche, die Haltung der Messe, als ein Amt, d. i. eine feyerliche gottesdienstliche Handlung betrachtet, welche am häufigsten die Messe schlechthin genannt wird.
 
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Mếßbar, -er, -ste, adj. et adv. von dem Zeitworte messen, was gemessen werden kann. Daher die Meßbarkeit.

 

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