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Mênschenhüther bis Mênschensohn (Bd. 3, Sp. 179 bis 180)
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Artikelverweis Der Mênschenhüther, des -s, plur. inus. ein nur in der Deutschen Bibel, Hiob 7, 20 befindliches Wort, wo es von Gott gebraucht wird, weil er die Menschen in seiner Obhuth hat.
 
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* Das Mênschenkind, des -es, plur. die -er, ein Mensch; ein im Hochdeutschen veraltetes Wort, welches in der Deutschen Bibel sehr häufig angetroffen wird.
 
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Die Mênschenliebe, plur. car. die Liebe gegen andere, bloß weil sie Menschen sind, die Neigung und Fertigkeit, sich an aller Menschen Wohlfahrt zu belustigen, und selbige möglichst zu befördern. Man hat die Lobsprüche der Freundschaft oft auf Kosten der allgemeinen Menschenliebe übertrieben, Gell.
 
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Mênschenmöglich, adj. et adv. welches nur im gemeinen Leben üblich ist. Sich alle menschenmögliche Mühe geben, alle einem Menschen mögliche Mühe; wofür auch nur menschmöglich gebraucht wird.
 
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Der Mênschenraub, des -es, plur. inus. der Raub, d. i. die gewaltsame Entführung, eines Menschen.
 
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Der Mênschenräuber, des -s, plur. ut nom. sing. derjenige, welcher eines Menschenraubes schuldig ist; in der Deutschen Bibel ein Menschendieb; welches Wort doch nicht so üblich ist, weil Dieb und Stehler den Begriff der Heimlichkeit und Stille bey sich führen, der sich hierher nicht so gut schickt, als der Begriff des gewaltsamen Raubes.
 
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Die Mênschensatzung, plur. die -en, eine Satzung, d. i. ein gottesdienstliches Geboth, so fern es von Menschen herrühret,

[Bd. 3, Sp. 180]


besonders so fern es den göttlichen Verordnungen entgegen ist; das Menschengeboth.
 
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Der Mênschensauger, des -s, plur. ut nom. sing. siehe Vampyr.
 
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Mênschenscheu, -er, -este, adj. et adv. Menschenscheu habend, darin gegründet; leutescheu. Ein menschenscheues Betragen.
 
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Die Mênschenscheu, plur. car. die Scheu vor Menschen, und in engerer Bedeutung, die ungeordnete, fehlerhafte und übertriebene Scheu vor andern Menschen.
 
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Der Mênschensohn, des -es, plur. die -söhne, ein Nahme, welcher in der Deutschen Bibel sehr häufig von Christo gebraucht wird, besonders seine menschliche Natur dadurch zu bezeichnen.

 

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